Bordeaux Subskription 2014 - Was Sie wissen sollten!

Autor:
Heiner Lobenberg
Heiner ist der Gründer und Chef von Lobenbergs Gute Weine. Als Jäger und Sammler und Wein-Trüffelschwein ist sein Ziel, den Kunden die beste und interessanteste Weinauswahl in Deutschland zu bieten. In seinem Blog erzählt er interessante und schöne Geschichten von großartigen Weinen und Winzern.

Im März 2015 war ich für Sie zwei Wochen in Bordeaux unterwegs, unermüdlich auf der Suche nach den besten Weinen des Bordeaux-Jahrgangs 2014. Mein Ziel ist es wie jedes Jahr, Ihnen die bestmöglichen Informationen bereit zu stellen, damit Sie entscheiden können, welche Weine Sie in Subskription kaufen sollten, wie die Qualität des Bordeaux Jahrgangs 2014 ausgefallen ist und welche Weine die Rosinen sind, die Sie heraus picken können. Ich habe mich durch fast 1.000 Weine probiert und in meinem Reisebericht versucht, Sie so transparent und aktuell wie möglich über meine Eindrücke vom Jahrgang 2014 auf dem Laufenden zu halten. Lesen Sie die Zusammenfassung, um sich umfassend über den Bordeaux-Jahrgang 2014 zu informieren. Die Verkostungsnotizen zu den Weinen der einzelnen Chateaus erscheinen dann wie gewohnt ende Mai vor dem Start des Subskriptionsverkaufs. So können Sie sich ein genaues Bild davon verschaffen, welche Weine Sie in Subskription kaufen wollen.



Heiner Lobenberg mit Max Gerst auf Chateau Phelan Segur
Phelan Segur

Bordeaux Subskription 2014 – Die Qualität

Der sehr gute Jahrgang 2014 ist in Bordeaux, entgegen mancher Vorberichterstattung, in der Breite kein ganz großes Jahr wie 2009 und 2010, auch wenn es wirklich viele schöne und sogar begeisternde Weine gibt. Seltener sind 2014 aber Bordeaux-Weine von absoluter Weltklasse entstanden. Es gibt aber viele grandiose, überaus empfehlenswerte Weine, und manche „best ever“ des Preisbereichs unter 50, oft sogar unter 20 Euro. Preis-Qualitäts-Wunder. Weine, an denen man nicht vorbeigehen sollte.

Die Qualität der Bordeaux von 2010 und 2009 bleibt auch im Jahr 2014 in den meisten Fällen unerreicht – aber es gibt doch Entdeckungen und Highlights der Extraklasse, Weine die auch 2010 geglänzt hätten. Von ganz großen Terroirs, oder von arbeitsethisch besessenen Winzern mit speziellem Terroir und Kleinklima. Durchaus mehrere Bordeaux sind wahrhaftig schön wie 1995 und 1996, manchmal gar wie 2001, preiswertere Weine zum Teil bravourös wie 2010, und damit schon ziemlich großartig. Und diese großen Bordeaux-Weine aus dem Jahr 2014 gibt es in unterschiedlichen Preisbereichen und Appellationen. Diese Sterne galt es auf meiner zweiwöchigen Reise zusammen mit meinem Schweizer Freund Max Gerstl zu entdecken, diese Trüffel im Bordeaux-Jahrgang 2014 galt es zu erschnüffeln.

Alle Bordeaux mit höheren Anteilen Cabernet Sauvignon oder Cabernet Franc sind 2014 grundsätzlich aufregender und interessanter als reine Merlots. Der früh reifenden und früh zu erntenden Merlot fehlt die Sommerhitze oft ganz besonders, sie kann das durch langes „hängen lassen“ im schönen Herbst weniger kompensieren, sie verliert dann höchstens noch die Frische.

Das linke Ufer des Bordeaux-Gebietes liegt deshalb qualitativ klar vorne. Saint Estephe, Saint Julien, Pauillac, Pessac und der Norden des Medoc glänzen. 2014 ist klar besser als 2013, 2012, 2011 und 2008. Es gibt keinerlei Totalausfälle, der Herbst war perfekt und trocken. Es gibt also keine Fäulnis und kaum Unreife. Nur die sich normalerweise im heißen August bildende süße, opulente Fruchtmitte fehlt manchmal. In Summe halte ich das Bordeaux-Jahr 2014, dank überragender Highlights, in der unteren Preisklasse, für klar besser als 2013, 2012, 2011 und 2008, aber manchmal eben auch für schwächer als das fruchtstarke und ausgeglichene Jahr 2012. Den fehlenden heißen August konnte auch der perfekte „Indian Summer“ im September und Oktober manchmal eben nicht wettmachen. 2014 ist toll aber heterogen.

Der traumhafte Herbst hat letztlich das schon verloren gegebene Jahr zur hübschen Braut gerettet. Aber einige karge Bordeaux-Weine kann auch die Reifezeit bestenfalls verheilen. Das warten wir dann besser in Ruhe ab und kaufen en primeur lieber nur die sicher vorhandenen Trüffel. Tolle Trüffel! Grandiose Trüffel! Wir sollten da auch ruhigen Gewissens Trüffelschweine und Rosinenpicker sein und uns auf die besten 200 Weine beschränken, die einfach nur schön sind. Wir sollten aber nicht den ganzen Jahrgang per se als großartig wie 2009 und 2010 erwarten, auch wenn 2014 in Summe wohl das beste Jahr seit diesem Traum-Duo ist und sicher 2012 und auch 2008 noch in den Schatten stellt.

Heiner Lobenber auf Pichon Lalande
Pichon Lalande

Das linke Ufer:

Die allerbesten Bordeaux des linken Ufers, also des Médoc und Pessacs, ähneln in erstaunlicher Weise dem wunderschönen Jahrgang 1996. Einige wenige Highlights sind gar besser. Das macht Freude! Und diese Freude gibt es sogar häufiger in der unteren Mittelklasse und jenseits der arrivierten Stars unter den Bordeaux. Chateau du Retout, Courteillac und Pontac Monplaisir sind als Beispiel dafür so grandios wie 2010 und werden wahrscheinlich nur knapp über 10 Euo kosten. Das sind meine drei "Weine des Jahrgangs". Auch Carmenere, Charmail, Clement Pichon und Cambon La Pelouse haben echte Klasse. Clos Manou ganz aus dem Norden des Medoc ist gar einer der wenigen Weltklasseweine. Saint Estephe stellt gar einige Topwerte voraussichtlich unter 20 Euro. Der Norden des Medoc war echt gut. Die breite Masse des Medoc ist aber eher rustikal, ein wenig wie 1998 oder 2004, zum Teil noch karger, dabei aber nicht schwach oder unreif wie 2013, nur wenig animierend und aufregend. Es fehlt einfach die Sommersüße und Fülle.

Das rechte Ufer:

Nur die allerbesten Bordeaux des rechten Ufers, i.d.R. auf dem besser Regen kompensierenden Kalkstein oder auf Kieslinsen gewachsen, ähneln auf schönste Art dem Jahrgang 1995 oder gar 2001, voller Frische, Leben und Finesse. Die Highlights Saint-Emilions und Castillons sind sogar „best ever“. Pomerol war neben Saint-Emilion besonders beeinträchtigt, die fehlende Augusthitze und der viele Augustregen macht sich hier auf den Lehmböden sehr negativ bemerkbar, es fehlt oft Fruchtfleisch und Süße. Speziell beim Merlot. Vielleicht 20 herausragende Weine sind jedoch fein wie 2001 oder 1995, also doch berauschend schön, der Standard aber ist eher wie 2007. Im Gegensatz dazu ist 2014 aber ausreichend reif und nicht wirklich schlecht, nur oft verdünnt, weniger wirklich aufregende Weine als in großen Jahren. Pomerol ist also oft eher schlank, es gibt wenig negative Aussetzer, manche Weine sind sogar berauschend fein. Saint-Emilion war dagegen sehr heterogen, eine extreme Qualitätsspreizung, es gab wahre Größe neben viel spröder Kargheit. Der gute Standard Saint-Emilion 2014 lag qualitativ zwischen 2011 und 2008, oft war er aber karger. Zum Glück war nie etwas faul oder unreif grün, nur eben oft karg und spröde. Die Spitzen waren traumhaft schön wie 1995, zum Teil wie 2012 oder manchmal sogar fein und edel wie 2001, einige Highlights waren sogar besser als 2010, eben „best ever“.

Reben Mouton Rothschild
Premier je suis, Second je fus, Mouton ne change

Die Bordeaux-Appellationen im Einzelnen:

Bordeaux aus Saint-Estèphe: Das Jahr passt trotz einiger Enttäuschungen dann in der Spitze doch ganz gut in Saint-Estèphe. Gutes Terroir gegen Regen hier im äußersten Norden. Calon Segur, Montrose und der in Konversion zu bio befindliche Phelan Segur sind groß und toll wie 1996. Der anständige, überzeugende Cos d’Estournel ist sicher wieder zu teuer. Lafon Rochet ist dagegen wirklich superb. Geheimtipps sind Clauzet, Lilian Ladouys und der hervorragende Le Boscq. Viele andere Weine sind fehlerfrei, aber machen wegen fehlender Fruchtsüße einfach keinen Trinkspaß. Abwarten ist da die Devise.

Bordeaux aus Pauillac: Ein überwiegend gutes bis sehr gutes Pauillac-Jahr. Große, extrem feine 1er Cru im 1996er Stil, Mouton vor Latour. Lafite schwächelt. Aber sicher sind die 1er Cru alle sehr teuer. Wirklich überragende Werte sind der Biodynamiker Pontet Canet und Pichon Lalande. Wunderbar ist auch der unglaubliche Grand Puy Lacoste und der fast traumhaft schöne und relativ preiswerte Pedesclaux. Sehr gut sind Lynch Bages, besser noch Clerc Milon und mit etwas Abstand d'Armailhac, etwas unklar bleibt Pichon Baron. Geheimtipp ist neben Pedesclaux noch der feine Bellegrave.

Bordeaux aus Saint-Julien: Ein über alle Weine gesehen überragend gutes Jahr hier. Wohl noch vor Pessac, Saint-Estèphe und Pauillac die stimmigste Appellation des linken Ufers. Das war 2013 auch schon so, das Terroir besteht aus Kieslinsen über Kalkstein, gut gegen Regen. Wirklich groß ist Ducru, knapp dahinter sind die bravourösen Leoville Barton und Poyferre. Sehr gut ist Las Cases und Beychevelle, auch Gruaud und Branaire sind ganz fein, Langoa gefällt besser als die drei Jahre zuvor. Geheimtipp ist der seit 2009 immer stärker werdende Chateau Du Glana.

La Mission Haut Brion
La Mission

Bordeaux aus Médoc, Haut-Médoc, Moulis: Superbe Klasse neben kargen Säuerlingen. Clos Manou im äußersten Norden ist richtig groß, das ebenfalls nördliche Charmail und das bei Saint-Julien gelegene Belgrave und Cambon La Pelousse sind superb. Auch das fast direkt in Saint-Estèphe liegende Nachbarweingut von Charmail, Sociando Mallet, hat erstmals seit 2010 wieder einen tollen Wein im Stil von 1996. Geheimtipps sind das nahe Saint-Julien gelegene du Retout und die im äußersten Norden liegenden Carmenere und das etwas schlankere Haut Maurac. Die nähe Margaux liegenden Weine aus Moulis und Listrac sind ziemlich karg. Das Terroir ist im Médoc wohl der Schlüssel; darauf dann die Besessenheit eines Clos Manou, das ist dann Weltklasse.

Bordeaux aus Pessac-Léognan: Ein ziemlich gutes Jahr hier. La Mission und Haut Brion sind groß, Haut Bailly und Domaine de Chevalier sind weit mehr als superb, eher schon groß, Smith ist vor Pape Clement überzeugend, aber doch klar hinter der Führung, da fehlt süßes Fruchtfleisch. Der schon 2013 tolle Carmes Haut Brion ist wieder sehr gut. Geheimtipps sind der überragende Seguin, der ist Champions-League, und der preiswerte Pontac Monplaisier. Auch der Zweitwein von La Mission, der Chapelle, ist superb, hoffentlich nicht zu teuer.
 
Bordeaux aus Castillon, Fronsac, Bourg und Blaye: Ein stimmiges Jahr. Clos Louie ist ganz groß, auch im Vergleich mit großen Jahren, der Biodynamiker Clos Puy Arnaud ist individuell und einfach köstlich, Moulin Haut Laroque ist wieder sehr gut, fast so perfekt wie 2012. Insgesamt sind Fronsac und Castillon mehr als sehr anständig. Geheimtipps sind Brisson und Haut Ballet, nicht ganz die erste Reihe aber eben sehr gut. In Blaye gefällt der superb feine Queyroux und das schwarze Schokoteil Bel Air La Royere. Gut ist auch der Biowein Fougas Maldoror Organic Premium aus Bourg.

Chateau Evangile Pomerol
Evangile

Bordeaux aus Pomerol: Neben wirklich sehr positiven Überraschungen und einigen ganz großen Weinen im Stil von 1995 oder gar 2001 war es hier vielfach ein eher mittelmäßiges Jahr. Nichts ist schlecht, aber manchmal eben zu schlank. Die fehlende Augusthitze und der für viel Regen ungeeignete Lehm- und Sandboden macht sich hier sehr negativ bemerkbar, es fehlt oft Fruchtfleisch und Süße. Die Weine mit Cabernet auf Kiesbänken wie VCC traf es aber ziemlich gut, die sind toll und gehören zur absoluten Jahrgangselite. Verdammt gut sind demnach als Bester der sensationelle VCC vor Eglise Clinet, dann die wunderschönen Clinet, Evangile, La Croix, La Conseillante, Trotanoy und La Fleur Petrus. Le Pin war nicht groß aber extrem lecker, aber der ist ja unerschwinglich. Geheimtipps sind der wieder extrem gute und vielleicht nach VCC feinste Pomerol des Jahrgangs, La Croix, und der als 1995er durchgehende, superfeine Finesse-Wein und nunmehr Biowein Beauregard. Auch der extrem feine Le Pin Nachbar Guillot Clauzel hatte 2014 best ever und der neben Eglise Clinet liegende, aufregend komplexe Clos de La Vieille Eglise ist wie schon 2010 überragend. Aus Lalande ist Haut Musset mehr als ein Tipp, einfach toll für kleines Geld.

Bordeaux aus Saint-Emilion: Ein Jahr der Extreme, wirklich große und viele tolle Weine mit toller Finesse neben noch mehr überextrahierter Kargheit und spröden Säuerlingen. Oft stark extrahiert und per Konzentrator aufgepeppt, das passt dann gar nicht mehr. Die fehlende Hitze im August macht sich hier sehr negativ bemerkbar, es fehlt oft Fruchtfleisch und Süße, die auf Kalkstein stehenden Weine konnten den Augustregen noch am besten kompensieren, zumal wenn auch Cabernet im Spiel war. Ganz groß ist der überragende Cheval Blanc, etwas dahinter Tertre Roteboeuf, Ausone, Pavie und Beauséjour Duffau. Superb sind noch Pavie Macquin, Angelus, Figeac und der traumhafte Bellefont Belcier, „best ever“ hier, zumindest gleichwertig zu 2010. Auch der Biodynamiker Fonroque ist sehr fein. Sehr schön sind Canon La Gaffeliere und der Biodynamiker Clos Saint Julien. Geheimtipps sind der auf Kalkstein stehende, überragende Tour Perey, der auf einer der sicheren Kiesbänke stehende Cheval-Blanc Nachbar und neuer Biowein und Überflieger Jean Faure, der wiederum auf purem Kalkstein gewachsene kommende Superstar Tour Saint Christoph und der extrem beständige Workaholic Lafon La Tuillerie. Auch der neben Valandraud gelegene Bio-Extremist Tertre de la Mouleyre ist eine kleine Sensation. Diese fünf gehören zu den Topwerten des Jahrgangs und hätten auch 2010 geglänzt. Recht gut ist noch Valade, der Nachbar von Tour Saint Christoph und wieder einmal der berauschend schöne und preiswerte Chateau Amelisse vom Eglise Clinet Besitzer Durantou.

Die trockenen Weißweine aus dem Bordeaux sind durchaus spannend, ohne jedoch im mittleren und unteren Preisbereich ganz groß zu sein. La Mission und Haut Brion sind superteure Überflieger, auch Pavillon Blanc und der weiße Cos überzeugen, Domaine de Chevalier, Fieuzal, Pape Clement und Smith sind nicht ganz groß, aber zumindest sehr gut, Malartique und Larrivet sind auch superb. Der Star im Preis-Qualität-Verhältnis ist aber der weiße Chateau du Retout aus dem Haut Medoc und Denis Dubordieus Clos Floridene, preislich sicher noch vor allen anderen die ersten Kaufempfehlungen.

Die Süßweine des Bordeaux sind sehr attraktiv, es gibt einige atemberaubende Kracher, d'Yquem ist ein 100 Punkte Wert, aber in der Summe ist 2014 hier ein Jahr ohne absolute Größe. Auch ist die Süßweine-Zeit mit der Wiedererstarkung der deutschen Auslesen und BAs, mit ihrer attraktiveren Säure und weniger Alkohol, im Grunde vorbei.

Château Lafite
Château Lafite

Weine in Subskription kaufen – So funktioniert’s

Der Kauf eines Weines in Subskription ist im Grunde ein Warentermingeschäft. Sie bestellen heute den Bordeaux-Jahrgang 2014 und bekommen diesen in etwa zwei Jahren ausgeliefert.

Vorteile des Subskriptionskaufs von Weinen

Sicherheit: Sie bekommen gerade rare Weine aus Bordeaux häufig nicht mehr, wenn diese abgefüllt auf den Markt gelangen. Mit dem Kauf in Subskription können Sie sicherstellen, dass Sie die Weine, die Sie begeistern, auch bekommen.

Preisvorteil: In der Regel kommen gerade die raren Weine zwei Jahre später deutlich über dem Subskriptionspreis auf den Markt. Wenn Sie sich für Wein begeistern und die Entwicklungen in Bordeaux verfolgen, haben Sie als informierter Konsument so oft einen großen Preisvorteil.

Lobenbergs GUTE WEINE – Bordeaux Subskription mit Tradition

Wenn Sie den Bordeaux-Jahrgang 2014 in Subskription bestellen, brauchen Sie Vertrauen, dass Ihr Händler zum Lieferzeitpunkt in etwa zwei Jahren auch noch besteht. Seit 1993 handle ich mit Weinen aus Bordeaux und aller Welt in Subskription und habe mir in dieser Zeit einen Namen als vertrauenswerter Händler mit treuer Kundschaft erworben. In dieser Zeit habe ich aber auch den einen oder anderen unseriösen Konkurrenten erlebt, bei dem am Ende wegen Geschäftsaufgabe keine Flasche Wein geliefert wurde. Nicht zuletzt deswegen sind Sie im Zweifel bei Lobenbergs Gute Weine am besten aufgehoben für den Bezug des Bordeaux-Jahrgang 2014 in Subskription. Am Ende kommt es auf Seriosität und Beständigkeit an.

Château Cheval Blanc in Bordeaux
Château Cheval Blanc in Bordeaux

Bordeaux Subskription – Die Geschichte des en Primeur

In Bordeaux heißt der Kauf eines Weines in Subskription en Primeur. Auch wenn man denken könnte, dass das Kaufen von Weinen en Primeur, also in Subskription, eine lange historische Tradition in Bordeaux hat, wurde es doch erst in den 70er und 80er Jahren wirklich populär. Zuvor war das Probieren des Weines vom Fass nicht so weit verbreitet und der Wein wurde, wie in den meisten anderen Weinregionen der Welt, erst nach Abfüllung verkauft. Mit dem Jahrgang 1982 und dem Beginn der Ära Robert Parker gelang dem en Primeur-Kauf in Bordeaux dann letztendlich der breite Durchbruch.

Dieses System konnte sich vor allem deshalb so rigoros in Bordeaux durchsetzen, da die Nachfrage nach den besten Weinen (der Cru Classé 1855 und die bekannten Weine aus Saint Emilion und Pomerol) zumeist deutlich größer ist als das Angebot und die Besitzer der Chateaus somit die Verhandlungsmacht in den Händen halten. Für die Chateaus in Bordeaux ist es bedeutend einfacher und günstiger, die Weine in Subskription zu verkaufen und dann zum Zeitpunkt der Abfüllung direkt komplett auszuliefern.

Heute ist der Subskriptionsverkauf in Bordeaux nicht mehr wegzudenken und viele namenhafte Verkoster wie Robert Parker und Neil Martin (The Wine Advocate), Antonio Galloni, James Moleswirt (The winespectator), Jancis Robinson, James Suckling und Rene Gabriel tragen durch ihre ausführliche Berichterstattung im Frühjahr nach der Ernte weiter dazu bei, dass die Bordeaux Jahrgänge schon weit vor der Abfüllung in aller Munde sind.