Top-Rebsorten in Spanien

Autor:
Daniel Waurick
Daniel kümmert sich in seiner Position im Marketing von Lobenbergs Gute Weine um den Blog sowie Facebook. In Kreativpausen sind Riesling und Sauvignon Blanc seine erste Wahl.

Die Herstellung des Weins: Rebsorten – Weinschule Folge #5

In den vorherigen Folgen der Weinschule haben wir uns bereits mit Rebsorten in Deutschland, Frankreich und Italien beschäftigt. Für diese Folge statten wir Spanien einen Besuch ab – die Weinnation mit der weltweit größten Rebfläche. Ein kulinarisch vielseitiges Land in dem kalte Suppe genossen wird, Reispfanne, Schinken – und natürlich Wein. Welche Weine bzw. welche Rebsorten typisch sind für den spanischen Weinbau, schauen wir uns jetzt an:

Tempranillo...

ist wohl die bedeutendste rote Rebsorte in Spanien und eine der meist angebauten Rebsorten weltweit. Bekannt ist sie vor allem durch den beliebten Rioja, der zum größten Teil aus der Tempranillo-Traube gekeltert wird. Die Rebsorte reift schnell und früh – dabei passt sie sich durchaus genügsam Böden und Wetter an. Zu heiß mag sie es allerdings nicht – Trockenheit liegt ihr nicht. Aber obwohl Tempranillo beispielsweise auch in Portugal oder Argentinien angebaut wird, besonders wohl fühlt sie sich in Spanien. Die Erträge sind in der Regel stabil, obwohl die dickhäutigen Beeren nicht besonders widerstandsfähig gegen Schädlinge und Krankheiten sind.

Als „typischen Tempranillo“ bezeichnet man wohl einen dunklen Rotwein mit kräftigen Tanninen und Säure, mit fruchtigen und leicht würzigen Aromen, wie Johannisbeere, Pflaume, Leder oder Schokolade – je nach Ausbau auch mit Vanillenoten, Tabak und Zedernholz. Er besitzt je nach Ausbauform ein enormes Reifepotenzial.

 

Die Weinempfehlung...


Garnacha...

ist eine der wichtigsten roten Rebsorten Spaniens und wie der Tempranillo eine der meist angebauten Rebsorten der Welt. Bekannt ist sie in anderen Ländern unter anderem als Grenache. Die Rebe mag schönes Wetter. Hitze und Trockenheit sind kein Problem. Regen dagegen mag sie nicht – besonders während der Blüte kann Regen zu Geschmacksverlust führen. Dafür ist die Rebsorte widerstandsfähig gegen viele der häufigsten Rebkrankheiten. Während die Sorte häufig für Massenweine herhalten musste, können aus Garnacha auch edle, feine Weine gekeltert werden.

Als „typischen Garnacha“ bezeichnet man wohl einen hellen Rotwein mit wenig Tanninen und leichter Säure mit fruchtigen Aromen, wie Kirsche, schwarze Johannisbeere oder Feige sowie feinen Kräuternoten und Gewürzen wie Zimt oder Lorbeer.

 

Die Weinempfehlung...


Macabeo (Viura)...

ist eine traditionelle weiße Rebsorte in Spanien – und wichtigste weiße Rebsorte im Rioja. Ein Grund für die Beliebtheit der ertragreichen Rebsorte ist, dass sie sich mit der spanischen Hitze und Trockenheit verträgt. Dass sie spät treibt, hilft zusätzlich gegen möglichen Spätfrost. Bekannt ist die Rebsorte unter anderem auch dafür, dass sie nebst Parellada und Xarel·lo zu den drei Sorten gehört, die für die Herstellung von Cava (dem spanischen Pendant zum Champagner) verwendet wird.

Als „typischen Viura“ bezeichnet man wohl einen frischen, fruchtig blumigen Weißwein mit ausgewogener Säurestruktur – mit Aromen von Zitrusfrüchten oder Äpfeln und niedrigem Alkoholgehalt. Die im Holz ausgebaute Variante ist stilprägend für den weißen Rioja und kann Weine von außergewöhnlichem Reifepotenzial hervorbringen.

 

Die Weinempfehlung...