Winzernews:
Frost im April

Autor:
Daniel Waurick
Daniel ist fester Bestandteil des Einkaufes bei GUTE WEINE. Zwischendurch verfasst er immer mal wieder Beiträge hier im Blog. Im Glas sind Riesling und Sauvignon Blanc seine erste Wahl.

Die Natur ist unberechenbar und nach den in letzter Zeit quasi durchweg positiven Nachrichten zum Jahrgang 2016 war es ja nur eine Frage der Zeit bis mal etwas weniger positive Nachrichten die Runde machen – Frost im April; viele Regionen, Weingüter und Winzer sind betroffen. Aber wie schlimm sieht es wirklich aus?

Wen könnte man in einer solchen Situation besser befragen als unsere Winzer selbst. Unsere Winzernews sind Informationen aus erster Hand.

Deswegen haben wir uns einmal in Deutschland und Frankreich umgehört.

 

Die Fragen für unsere Winzer waren:

1) Hatten Sie von Frost gefährdete Lagen? / Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?
2) Mit wie viel Ausfall (in %) ist etwa zu rechnen? / How much crop shortfall (in %) do you predict?
3) Was haben Sie dagegen unternommen? (Vereisen, Feuer, Frostrute, usw.) / What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)
4) Welche Auswirkungen hat das auf den Jahrgang? / How does this affect the vintage?
5) Kennen Sie einen vergleichbaren Jahrgang, der von einem solch starken Aprilfrost beeinflusst wurde? / Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?

 

Von kurzen und knappen Antworten bis zu kleinen Geschichten ist alles dabei: Die Antworten unserer Winzer haben wir für Sie unverändert bereitgestellt.

 

Da uns täglich weitere Rückmeldungen erreichen, kümmern wir uns darum diesen Artikel stetig zu aktualisieren.


Hatten Sie von Frost gefährdete Lagen?

– Normalerweise sind unsere Steillagen durch die starke Hangneigung wenig anfällig für Frost, da hier die kalte Luft schnell und gut abfließen kann. Zusätzlich sind wir hier in Südbaden eigentlich mit milden Frühjahren gesegnet.

 

Mit wie viel Ausfall (in %) ist etwa zu rechnen?

– Das ist zum aktuellen Zeitpunkt schwer zu sagen, es ist ein sehr heterogenes Schadensbild zu beobachten und die Pflanzen befinden sich noch in einer Art Schockstarre. Außerdem stehen die Eisheiligen noch bevor, die jährlich bis Mitte Mai noch für Frost sorgen können. Grob geschätzt liegt unser Ausfall bei ca. 30%, genaueres wird sich aber erst in den kommenden drei Wochen zeigen.

 

Was haben Sie dagegen unternommen? (Vereisen, Feuer, Frostrute, usw.)

– In vereinzelten Flächen lassen wir eine Frostrute stehen.

 

Welche Auswirkungen hat das auf den Jahrgang?

– Auch das ist momentan noch schwer abzuschätzen. Wenn sich die Pflanzen gut erholen können und keine weiteren Herausforderungen im Vegetationsjahr auftauchen, kann es noch ein sehr guter wenn auch mengenmäßig knapper Jahrgang werden.

Hatten Sie von Frost gefährdete Lagen?
– Wir sind sowohl in Rüdesheim als auch in Rauenthal mit zwei blauen Augen davon gekommen und können gar nicht auf oft genug auf Holz klopfen. Während die Lagen in den Talsenken des Rheingaus und am Wald Schäden erfahren haben, sind die Berglagen quasi verschont geblieben.
 
Mit wie viel Ausfall (in %) ist etwa zu rechnen?
– Max. 2%.
 
Was haben Sie dagegen unternommen? (Vereisen, Feuer, Frostrute, usw.)
– Nein.
 
Welche Auswirkungen hat das auf den Jahrgang?
– Keine.
 
Kennen Sie einen vergleichbaren Jahrgang, der von einem solch starken Aprilfrost beeinflusst wurde?
– In den letzten 13 Jahren, in denen ich in unserem Weingut tätig bin, haben wir keine vergleichbaren Wettererlebnisse gehabt.

Der Frost hat uns hier im inneren Kaiserstuhl einigermaßen verschont, nur zwei Terrassen hat es stärker erwischt. Es sieht aber so aus, als würden die Nebenknospen gut nachtreiben, dann wäre der Schaden nicht groß – siehe Foto.

Das Jahr fängt aber schon sehr schräg an:
Rekordverdächtig warmer End-März
Rekordverdächtig kalter April
Rekordverdächtig Frost
Rekordverdächtig trocken, dieses Jahr bisher nur 140 l in 4 Monaten, da hatten wir letztes Jahr im Mai allein mehr.
 
Es bleibt spannend.

Zweig eines Rebstockes

Hatten Sie von Frost gefährdete Lagen?
– Eigentlich haben wir keine Frost gefährdeten Lagen aber heuer hat es auch Weinberge getroffen die nicht Frost gefährdet sind.
 
Mit wie viel Ausfall (in %) ist etwa zu rechnen?
– Wir gehen davon aus, dass es im Durchschnitt momentan 20% Ausfall sind. Allerdings muss man die nächsten Wochen noch abwarten um zu sehen was die Rebe kompensieren kann und ob eventuell nicht noch nicht ausgetriebene Augen geschädigt wurden.
 
Was haben Sie dagegen unternommen? (Vereisen, Feuer, Frostrute, usw.)
– Wir haben nichts unternommen, da wir auf Grund der nicht frostgefährdeten Lagen nicht vorbereitet sind auf entsprechende Maßnahmen. Ebenfalls fehlt in unseren kleinen Betriebsstrukturen die Manpower.
 
Welche Auswirkungen hat das auf den Jahrgang?
– Die tatsächlichen Auswirkungen wird man erst in ein paar Wochen festlegen können. Allerdings ist es, was die Quantität betrifft, schon ein schlechter Start.
 
Kennen Sie einen vergleichbaren Jahrgang, der von einem solch starken Aprilfrost beeinflusst wurde?
– Da wir ein recht junges Weingut sind, haben wir noch keinen vergleichbaren Jahrgang erlebt. Aber auch Kollegen die schon sehr lange Wein in unserer Region machen, können sich in den letzten 25 Jahren nicht an solche Schäden, durch frühen Frost, beim Riesling erinnern.

Nach meiner rückkehr aus meinem 6-wöchigen urlaub mit dem moped auf dem ho-chi-minh-pfad, was einfach sau geil war, hatte ich noch über die hälfte der stöcke zu schneiden – den rebschnitt mache ich immer komplett alleine - und war somit sehr hinten dran, denn bereits um den 20. März begannen die knospen stark zu schwellen. In der folge trieben die reben dann auch aus. Doch da viele, insbesondere die frostlagen, immer noch nicht geschnitten waren, entwickelten sich immer nur die am höchsten gelegenen knospen an den reben und da an jeder fruchtknospe auch ein geiztrieb steht und dieser „höher“  ist, trieben seine knospen aus , während die wichtigere fruchtknospe weiter ruhte. Die konsequenz davon war, dass nach beendetem rebschnit prakisch gar kein grün mehr an den reben war, das hätte frostanfällig sein können. Die nun verbliebenen fruchtknospen auf der bogrebe waren dann in der frostnacht so klein, dass ihnen die temperatur nicht schaden konnte. Übrigens, eine frostrute schneide ich prinzipiell auf jede rute und ich zähle dabei auch jede knospe!! Eigentlich ist es keine frostrute sondern ein psychologischer streich mit  meiner mama. Früher, als ich nur eine rute schnitt, brach sie doch einige beim biegen ab, was mich sehr enttäuschte, also begann ich ihr zwei bügel anzubieten. Seit dem bricht sie praktisch keine mehr ab…………….
Ich habe mir von ein paar bauern neue konservendosen für die hausmacher wurst besorgt, mit basteldraht und in streifen gerissenen lappen  hunderte  von kerzen gebastelt, eine scheußliche mischung aus altöl und diesel hergestellt und diese flüssigkeit dann in die ausgeteilten kerzen gegossen und in der nacht angesteckt – es sah total magic aus!
 
Ach ja, die fabrik habe ich dieses jahr anders geschnitten, was ihr glück gewesen ist. Ich habe einen kordon geschnitten, in dem ich auf der alten bogrebe die zapfen so kurz anschritt, dass keine fruchtknospen mehr am stock sind. Es müssen sich nun an den „zapfen“ oder besser wir nennen es nur noch astring tief schlafende knospen bilden, die bei einem normal üblichen rebschnitt niemals aktiviert werden. Sie sind quasi die reserve der reserve! Ihre tauben sind immer etrwas ganz besonderes, denn bereits ihre form unterscheidet sich von den normalen und weil der austrieb etwa 12 tage später als bei den anderen erfolgt, gibt mein baby jetzt richtig gas und überholt die normalen trauben immer. Es ist übrigens die einzige methode, die zu keinem kompensativen verhalten des portugiesers führt.. alles klar?  
Auf den betrieb betrachtet dürften die frostschäden etwa 3 % betragen, viel schlimmer ist der rhombenspanner, denn alle aus rheinhessen sind in meinen feldern und fressen tag und nacht meine knospen weg. Ich könnte kotzen und heulen. Im moment habe ich es zum prinzip gemacht meine hunderunden gezielt in den weinbergen zu machen um die raupen abzusammmeln – einmal morgens, einmal abends – wie das zähneputzen. Bis jetzt habe ich über 1000 raupen zwischen daumen und zeigefinger zerquetscht und über 20 %  von meinen knospen an sie verloren.  In allen anderen weinbergen der anderen winzer gibt es gar keinen knospenfraß! Warum ist  meine welt  nur so vollständig?
Apropos vollständig, meine ernte hat schon begonnen. Gestern holte ich prachtvollen wlden knoblauch und rucola aus den weingärten nach hause, die falken sind anfang märz in mein haus eingezogen und brüten genauso, wie unser gänsepaar, das die wilde begrünung auf dem hof ansonsten wunderbar kurz hält.
Gestern und heute waren die ersten weinbergsschnecken dieses jahr auf dem laureziberg zu beobachten. Sie genossen sichtlich das frische, ersehnte nass. Oh gott, es geht wieder los………..
 
Michel ohne Grenzen

Metallbüchsen in Karton
Metallbüchsen mit Draht und Stoff
Metallbüchsen mit Löchern für Draht
Draht wird an Metallbüchsen gemacht
Ältere Frau hilft beim Zusammenbauen
Rebzeile
Rebzeile
Nahaufnahme kahler Rebstock
Nahaufnahme kahler Rebstock
Nahaufnahme eines Rebstockes
Metallbüchse mit Altöl und Diesel
Nahaufnahme eines Rebstockes
Nahaufnahme eines Rebstockes
Nahaufnahme einer Knospe
Nahaufnahme einer Sprossachse
Nahaufnahme einer Sprossachse
Nahaufnahme einer Sprosse
Betallbüchse mit Altöl und Diesel
Rebzeile

Hatten Sie von Frost gefährdete Lagen?
– Ja, jedoch ist es am Rhein in Nierstein nicht so kalt gewesen, in den Senken und entlang der Bahnlinie am Roten Hang gab es Frost. Wir sind aber nicht so hart getroffen, wie manch anderer Winzer und manch andere Region.
 
Mit wie viel Ausfall (in %) ist etwa zu rechnen?
– Etwa 2-5%
 
Was haben Sie dagegen unternommen? (Vereisen, Feuer, Frostrute, usw.)
– Nichts. Im Vorfeld haben wir mit anderen Winzern zusammen überlegt, ob wie einen Hubschrauber besorgen, jedoch es war keine Inversionswetterlage. Ich hatte darüber nachgedacht, Frostfackeln aufzustellen, die waren aber ausverkauft.
 
Welche Auswirkungen hat das auf den Jahrgang?
– Bei uns sicherlich sehr wenig Auswirkungen.
 
Kennen Sie einen vergleichbaren Jahrgang, der von einem solch starken Aprilfrost beeinflusst wurde?
– Letztes Jahr hätte es genauso intensiv werden können.

Hatten Sie von Frost gefährdete Lagen? – Eigentlich nicht, seit 1991 kein Frostschadenmehr.                     

Mit wie viel Ausfall (in %) ist etwa zu rechnen? – 50-70%

Was haben Sie dagegen unternommen? (Vereisen, Feuer, Frostrute, usw.) – Nein                       

Welche Auswirkungen hat das auf den Jahrgang? – Die Qualität wir besser, die Preise höher. ☺                       

Kennen Sie einen vergleichbaren Jahrgang, der von einem solch starken Aprilfrost beeinflusst wurde? – Nein.


Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?
– Unfortunately, yes, we were damaged by frost.

How much crop shortfall (in %) do you predict?
– Nearly 30% of the vineyard are damaged.

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)
– Since 1991, we never had frost, I never known this situation in 21 years of activity here.

How does this affect the vintage?
– In terms of volume, we will have less volume for the next vintage.

Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?
– 1991.

Happily, Charmail did not freeze at all because closed to the gironde, like my neighbour Sociando Mallet.

Fortunately Coutet Vineyard haven’t been impacted by the frost. The frost have been damaged maximum 5 / 10 % of our vineyard. We have been protected by the numerous trees and hedges everywhere between the wine plots. Our environment and our vineyard altitude and South West exposition helped us against the frost. 25% of the estate total surface (4/16ha) is not planted with vines.
 
We are so sorry for the winemakers who have been really impacted. It’s a disaster for many winemakers in Bordeaux area.

We have been severely touched by the frost in the night between the 26th and 27th of april… here are the answers to the questions.
 
– Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?
 
85% of our vineyard has been touched by the frost, more or less severely.
 
– How much crop shortfall (in %) do you predict?
 
Although it is still early to say, we estimate a crop shortfall of 50 to 75%.
 
– What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)
 
We are not equipped with such tools, which are very expensive. We do not have anything against frost, except a crop insurance.
 
– How does this affect the vintage?
 
It will give us a lot more work in the vineyard to “repair” the damages, and it will affect the yield of 2017 of course, but we fear it also affects the 2018 vintage… The wood (the shoots) lost in the frost will be very hard to compensate until the end of the season, and this winter’s pruning will be complicated. That’s why it will be important to be very careful with the pruning choices.
Except the direct effect on the yield, the frost will not affect quality of the grapes, and quality of the wines, if the vintner is careful for the rest of the season. It can be tempting to compensate the losses with the unhurt vines (especially when your crop is not insured), but it is a great mistake, because that would affect wine quality.
 
– Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?
 
Some say it is like 1991…

Gepflügtes Weinfeld
Befestigter Rebstock
Junge befestigte Pflanzen
  • Around 50% of our vineyard has been damaged by the frost.
  • We hope to be able to produce around 50% of a casual crop.
  • Unfortunately, we haven’t been able to do anything to counteract the frost, because we do not have any equipment to do it… the last time we had this problem was in 1991.
  • The only impact on the vintage is the small yields. At this time, the quality is not made.
  • 1991

We were very lucky at Grand-Puy-Lacoste, we didn’t have any frost, except on a very few vines, but it is like nothing!!
We cross our fingers not to get any in the following days!

Were any of your vineyard threatened/damaged by frost? – Yes unfortunately

How much crop shortfall (in %) do you predict? – Around 70 % (Update: Further to our mail from yesterday, we complete with up to date information: Today we consider our losses rather around 90 %.  So will have a big job to prick out,  to re-cut and distribute new wood.)

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.) – Brewing air with helicopter

How does this affect the vintage? – We’ll see later…. Too early to have all answers

We were very lucky in Pontet-Canet because only 3 hectares (on 81) has been affected by the frost. The worst thing is in Cognac where we lost around 60%...
 
Unfortunately, we can’t control mother nature !

Were any of your vineyard threatened/damaged by frost? – Yes.

How much crop shortfall (in %) do you predict? – 5 to 10%.

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.) – Nothing.

How does this affect the vintage? – Nothing, for us, only the quantity.

Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost? – For Château de

Pressac, 2005. For the region, 1991.

Mon vignoble comprenant 1,70Ha a été endommager a 100% sur 75 ares et le reste a hauteur de 20 a 30%. Je n'ai pas les moyens financier de lutter contre le gel, et de toutes façons les températures -5° étaient vraiment trop froide pour espérer sauver les jeunes pousses. C'est la première fois en 23 ans d'exploitation, que je vois une vague de froid aussi dévastatrice dans le bordelais.

Les vignes de Clos Manou sont situées au bord de la rivière de la Gironde, cela nous a protégé des gelées du mois d'avril, le vignoble à eu la chance d'être épargné.

Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?

– YES, very much.

How much crop shortfall (in %) do you predict?    

– At this stage we think we have lost 75%

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)        

– Unfortunately nothing as in a Bordeaux Superieur we don’t have all the expensive tools of a cru classé.

How does this affect the vintage?    

– In quantity very much, much, but what is left can be of excellent quality if we have good weather conditions between now and the harvest, as for every vintage.

Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?      

– I have been managing Domaine de Courteillac for 19 years and never saw that before, as the parcels that have been hurt this are parcels that I never saw hurt by the frost.

Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?
– Ja.

How much crop shortfall (in %) do you predict?
– Der Verlust liegt geschätzt bei 30%.

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)
– Nein – keine entsprechende Ausrüstung vorhanden, außerdem war der Frost nicht so stark angesagt.

How does this affect the vintage?
– Sicherlich wird weniger Wein produziert werden können und die Produktionskosten werden steigen.

Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?
– 2001 war ähnlich, damals hatte DLC jedoch nur eine Fläche von 1,2 ha zu bewirtschaften – nicht wirklich vergleichbar.

Jean-Pierre Moueix

– Frédéric Lospied:

Natur ist manchmal ungerecht… es wurden vor allem kleine Besitzer betroffen aus ‘ kleineren’ Appellationen.

Wir können Ihre Fragen nur hins. unserer Weinberge beantworten (auch wenn genaue Zahlen fehlen, sind gerade dabei die Verluste präzis einzuschätzen) :
 
-ST EMILION : Null Schaden auf BELAIR MONNAGE (dank höchster Plateau- lage) ;
 
-POMEROL : ca. 15-20 % in den Tieflagen (LAFLEUR GAZIN, LAGRANGE)
 
-Kampfmitteln :  Kerzen + Windmühlen  (auf dem Pomerol -Plateau : HOSANNA, LATOUR,
LFP und TROTANOY)
 
- im Vergleich :  erinnert uns mehr an 1977 (als die 2. Traubgeneration nachwuchs ) als 1991 (noch kälter und alles verwüstet) ; auch wenn wir gerade beim Schneiden sind wird es keinen Ertrag auf den betroffenen Stöcken dieses Jahr geben. Bereiten somit den Schnitte für 2018 vor.

Weinfeld im Sonnenuntergang
Weinfeld bei Nacht mit unzähligen Leuchtfeuern

Pour répondre globalement à vos questions nous venons de vivre 15 jours très compliqués, les températures sont descendues très bas tous les jours  mais heureusement pour nous la 1ère semaine nous avions un temps très sec et beaucoup de vent ce qui nous a protégé.
 
La 2ème semaine par contre notre inquiétude a grandi car la pluie a fait son retour et le vent s’est arrêté , nous avons frôlé la catastrophe le jeudi 27 avril ( triste jour anniversaire de notre terrible coup de gel de 2016).Face à cette menace le syndicat viticole de Chassagne-Montrachet a très vite réagi et en une journée plus de 150 bottes de paille ont été réparties dans le vignoble , objectif allumer des feux de paille pour faire beaucoup de fumée et ainsi barrer la percée du soleil. Le vendredi 28 avril au matin nous étions prêt à allumer mais finalement décision a été prise de ne rien faire car le temps resterait couvert pour la matinée. Même opération le samedi 29 avril et là nous avons allumé car le soleil devait très vite percer  ce qu’il  n’a pas réussi à faire avant 8h30.
Je vous mets en pièce jointe quelques photos de cette  lutte acharnée.
 
Aujourd’hui nous sommes soulagés car grâce à cet élan de solidarité nous avons tous ensemble sauver notre récolte 2017 bien sûr il nous faudra encore quelque jours de patience pour écarter tous dangers de gel mais nous sommes tout de même plus serein.

Weinfeld
Weinfeld im Nebel
Rauchende Stroh- und Erdhügel
Rauchende Stroh- und Erdhügel
Verdunkelte Sonne durch Rauch

Yes our vineyard have been damaged by frost, around 10 Ha (Beaujolais blanc and Beaujolais). We predict around 50% crop shortfall.
We did not do anything to counteract the frost because we are not accustomed to this kind of situation.
For the vintage, we are going to have less Beaujolais blanc and less Beaujolais appellation.
The 1981 vintage was affected by the same kind of frost.

We have lost around 2/3 of the harvest in Côte des Blancs, and 1/3 in Grande Vallée so the total is around 50% lost to frost in just one night. No influence on the quality of the vintage but Cuvée 745 may include more reserve wines than usual.
This is very close to what happened in 2003, I hope we escape a similar heat wave…

Yes, the frost was strong the last few weeks in Champagne. The strongest night was the 20th of April : -6,5°C on bottom of Chavot. There is part of Champagne who had ­9°C.
Yes, this is some of the first effects of global warming. As long as there are no big disasters, not big things will move anyway.
The forecasters had anticipated, with an increasingly late Arctic winter, our spring will always have a sword of Damocles below the head now with polar air inlets possible until May more and more frequent.

Regarding our estate, there is a lot of damage in most of the Chardonnay ( 5 % to 90 % ) and the plot of Petit Meslier ( 40% ). Some Pinot Meunier are also a little frosted like the plot of Les Beaudiers

In total, this is like 2,5 Ha who are with potential of no grapes. But, there is still around 9 Ha who have some good potential and this is just begin of the season ! So, we remain philosopher.
We have some Reserve Wines ( but we don't have to use everything as this is so important for quality of our non vintages cuvees) and  we have the possibility to buy some " natural well produced grapes from friends " ( even if most of Champagne area is touched by the frost this year ). That will be difficult for us to make a press of the Chardonnay Muscaté ( that we use for the blend of Empreintes ). The plot with the 7 varieties is located in the village, so not big damages…


I will end by saying that we must remain humble regarding Mother nature but also positive and optimistic!

– 10% of our vineyard has been damaged by the frost. On the whole, approximately 25% of the champagne region has been damaged.
– To counteract it, we avoid to plough, we cut the grass very short and we let the woods untied
– concerning the vintage, it will only be affected by the quantity
– Last year, our lost was around 50%

We have little damaged by frost.
Today I can’t say you the %.
But in champagne it’s not a problem because we have bloqued wine, so it’s not dramatic for the moment.
Affect the vintage, no!
We must wait before to speak but we are optimistic!

Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?
– Fortunately no…
As far as we are concerned, there are no (or only very few) damages on many plots (Ay, Sézanne and highest fields in Cumières/Damery).
However, where the frost raged (lowest fields in the Vallée de la Marne), the level of damage is very important (more than 60%, to almost 100% on a few Chardonnay plots)

How much crop shortfall (in %) do you predict?
– About 20% altogether

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)
–Nothing. We have no specific equipment.

How does this affect the vintage?
– It’s of course too early to estimate the impact. We will know more about it when the grapes start ripening.

Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?
–The last global spring frost damage in Champagne was in 2003 but the level of damage was higher and the following summer was one of the hottest that Champagne has ever had…
It’s difficult and too early to compare…
 
Attached: 2 photographs made on 20th april  (6 years old Chardonnay in Verneuil and a young vine of Pinot Noir in Cumières)

Nahaufnahme eines Rebstockes
Nahaufnahme eines Rebstockes

Yes, we have been damaged a little by the frost, on the different parts of the vinyard, around 10 % of the surface planted, which is slow, I think compared with what hapenned in other regions.
 
The problems with the frost is that the plants and leaves will have time to push again, but without producing any fruit.
 
In Corbières, we had 3 different nights, 2 last week and one night the week before, at arouns 6 am in the morning, with – 1 to –4
 
This is a real problem for the french vinyard, because, there were 3 years with small production due to the hail, bad weather frost .... this is very difficult for the french wineworld. Hopefully, the summer will go ok to avoid dryness and hail....to keep quality to the vintage, and hope next year will be better.

En effet, nous avons été touché par les dernières gelées du mois d'avril. La récolte 2017 sera très petite cette année (environ 50% de moins).
Pour notre part, une telle gelée remonte à 1967. Vous trouverez en pièce jointe quelques photos.

Rebstöcke
Nahaufnahme Neusprossen
Gepflügtes Weinfeld
Gepflügtes Weinfeld

Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?
– We evaluate that 70% of the vineyard is affected by frost, but the intensity of damage is very variable

How much² crop shortfall (in %) do you predict?
– Between 40 to 60%

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)
– "Candles" - fire - hot wind turbine

How does this affect the vintage?
– Nothing in quality, but quantity will fall and prices will rise

Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?
– 2016

Were any of your vineyard threatened/damaged by frost? – Yes unfortunatly the night of the 25th of april.

How much crop shortfall (in %) do you predict? – About 80%.

What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.) – We used the biodynamic preparation with baldrian but with a minus 4 temperature it is not strong enough.

How does this affect the vintage? – If there is a vintage, it will not really be affected as the part that where not damage continue their life.

Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost? – Appearently 75 was quiet bad and in 1945 also but I didn’t experience them personnaly, 91 is used as a reference but was definitly not as bad as this one.

– We had 2 days of frost  20  april and 27 april.
 
Were any of your vineyard threatened/damaged by frost?
– Yes, we have some damage by frost
 
How much crop shortfall (in %) do you predict?
– 20-30%
 
What did you do to counteract the frost? (fire, frostify, etc.)
– We have 2 wind machines


Do you know of a comparable vintage, that was affected by the same kind of frost?
– We had frost in 1991, 1994, 2016

Our region in the Loire Valley was pretty much affected by frost those past 15 days, during 6 nights, and since we had up to -7°C. On average, it is a 80% loss for the Cheverny and Cour-Cheverny AOC. For our estate, Domaine des Huards, it is only a 30% loss thanks to our protection against frost by spraying water that covers 70% of our vineyard. The difficulty is that you have to continuously spray water until there is no more ice on buds and leaves. For two mornings, it was until 10:30am. Since this year the nature was in advance, the amount of ice due to very cold temperature had damage some of the shoots. Also, we had some mornings with changing wind direction which does not allow us to protect perfectly on the edges. I have attached some pictures taken the 21st of April at 9am. From our experience of frost, we must admit that it was a very tough one.

My father, Michel Gendrier, has invested in this system 15 years ago betting on climate change and recurrence of extreme weather events. Thanks to his vision, we were able to minimise loss because of frost this year, but also in 2016 and 2013. Otherwise, we would have been left this year with 90% loss. No business can handle such production loss several years in a row.

There is no negative effect on quality of the vintage and it may even increase it due to lower yields (more concentration). But it is not easy to predict since for us a very good wine has to be balanced between ripeness and freshness to ensure a high-end drinkability.

Überfrorener Rebstock mit Eiszapfen
Überfrorenes Gras
Überfrorener Rebstock mit Eiszapfen
Überfrorener Rebstock mit Eiszapfen
Überfrorener Rebstock mit Eiszapfen
Überfrorener Rebstock mit Eiszapfen
Überfrorener Rebstock mit Eiszapfen

For the moment we are lucky here .
No frost .

We are lucky, no frost in Rasteau.

No frost for us on our vineyard for the moment.

No problem by frost for calendal.

Except few spots in the Rhone Valley, fortunately we didn’t get any frost damages.
I would say that the total loss is around 5% to 10% in each Crus.
Which is nothing because the vines will compensate this loss during the vegetative cycle.