Winzer nach der Ernte: "Was für ein Sommer, was für ein Herbst"

Autor:
Oliver Dalichow
Bisher hat Oliver im Einkauf bei GUTE WEINE gearbeitet und ist nun ins Marketing gewechselt. Hier ist er u.a. verantworlich für den Blog. Außerdem gehört er fest zum Verkostungsteam um unseren Chef.

Im Sommer stellte ich die offenkundig schwierig zu beantwortende Frage, nach der Einschätzun zum aktuellen Jahrgang. Der Fokus lag auf der anhaltenden Hitze, würde es zu wenig Säure geben, hat es an Regen gefehlt, waren die Nächte kühl genug, etc. pp …

Aber jetzt, da alles gelesen ist, wie ist das Fazit der Winzer? Genau wie unsere Kunden brennen wir natürlich wie jedes Jahr darauf zu erfahren, wie denn der aktuelle Jahrgang ausgefallen ist. Wurde es der Jahrhundert-Wein, wie die Presse schon im Frühsommer "wusste"? ;-)

Lesen Sie hier die Eindrücke, die uns die Winzer übermittelt haben.

Hinweis: Dieser Beitrag wird ständig aktualisert...

Ganz Europa hat einen außergewöhnlichen Sommer erlebt. Auch hier im Süden Deutschlands, war es wärmer als sonst, wenn auch nicht ganz so ungewöhnlich heiß und trocken wie im Norden Europas. Bis Mitte Juli hatten wir noch den Niederschlag des langjährigen Mittels, doch seit Anfang August machte sich die Trockenheit auch in der Pfalz bemerkbar.

Am 27. August haben wir dann so früh wie noch nie angefangen zu ernten. Noch ein wenig früher als 2015 und 2017. Ein Rekordjahr nach dem anderen. Dennoch ist auch 2018 wieder anders als 2017. Die Mostgewichte sind hoch aber doch nicht so hoch, wie wir befürchtet haben. Auch die Säure war zum Glück deutlich höher, als anfangs angenommen.

Während dieser Ernte haben wir hier viel über Bauchgefühl gesprochen. Wenn wir die Trauben probieren, dabei prüfen, ob sie geschmacksintensiv sind, ob die Säure reif aber präsent ist, ob die Spannung der Beeren nicht nachlässt, dann muss man zu einer Entscheidung kommen:  ist es am nächsten Tag soweit oder muss man noch warten?

Insgesamt rückt für uns die Bedeutung des optimalen Lesetages zunehmend in den Vordergrund. Nichts ist so entscheidend für die Qualität eines großen Weines, wie der Zeitpunkt, zu dem die Trauben geerntet werden. Legt man den Erntetag zu früh fest, hat man unreife, grüne Aromen. Ist er zu spät, dann verliert der Wein aufgrund der Überreife wiederum Präzision und Frische, Salzigkeit und insgesamt den Geschmack des Weinbergs.

Gerade in einem Jahr wie in diesem, kann der Zeitkorridor sehr eng sein. Um jüngere Stöcke zu entlasten und später bei optimaler Reife mit ausschließlich perfekten Trauben schnell zu sein, haben wir unsere Weinberge dieses Jahr intensiv vorgelesen. Wenn dann die Reife kommt geht es schnell. Innerhalb weniger Tage erreichen die Trauben ihre volle Reife und die Überreife steht schon vor der Tür. Deshalb gilt es dann sehr schnell zu sein. Etwas, das uns bei fast 100% Handlese nur mit einem großen Team von inzwischen mehr als 30 Lesehelfern gelingt.

Man sieht auch, wie wichtig und positiv die biodynamische Bewirtschaftung für unsere Weinberge ist. Die Wurzeln gehen tief in die Erde, die Reben sind so weniger von Trockenheit geplagt und die Harmonie lässt auch in einem ertragsstärkeren Jahr nur ausgewogene Erträge zu, gerade so viel, wie die Rebe auch gut ernähren kann. So reiften unsere Trauben kontinuierlich auch an den heißen und trockenen Tagen weiter.

In diesem Jahr gingen die Moste auch erstaunlich schnell in die Spontangärung und sie verläuft sehr zügig. Bis auf drei Nachzügler sind schon alle unserer Tanks durchgegoren. Was wir beim Probieren riechen und schmecken, gefällt uns schon sehr gut.  Deshalb können wir zufrieden sein und dankbar. Dankbar für die Unterstützung durch unsere Mitarbeiter und Lesehelfer, dankbar aber auch für eine in jeder Hinsicht zufriedenstellende Ernte.

Der Jahrgang 2018 startete mit kühlen Temperaturen in den ersten Monaten und man dachte es wird dieses Jahr nach dem frühen Herbst 2017 ein klassischerer Jahrgang. Die überraschend milden Temperaturen Ende März führten jedoch zu einem sehr frühen Austrieb und zu einer raschen Blüte.

Am 4. Juli hat es uns dann leider erwischt, praktisch über unsere gesamte Rebfläche mussten wir Hagelschäden feststellen. Glück im Unglück war die darauffolgende trockene und warme Wetterlage. Dadurch konnten die Hagelschäden schnell eintrocknen, weshalb die Trauben weiterhin gesund blieben.

Bereits am 28. August war es soweit, mit dem „Spätburgunder Schupen“ begann die Weinlese 2018. Traumhaftes Bilderbuch-Wetter über die gesamte Lese führte zu einer schnellen Ernte mit kerngesunden Trauben. Ende September wurden die letzten Weinberge geerntet.

Wir freuen uns nun über großartige Qualität im Keller - obwohl sich die Hagelschäden in einer geringen Erntemenge widerspiegeln. Trotz des warmen Jahrgangs zeigen sich die Rotweine elegant und komplex. Aufgrund eines bewusst früheren Lesebeginns und den Verzicht auf Anreicherung, rechnen wir nicht mit übertriebenen Alkoholwerten.

Der Begriff Jahrhundertjahrgang haben wir noch nie verwendet und werden es auch in Zukunft nicht tun :-)

Der Winter 2017-2018 war mild und regnerisch. Insbesondere im Dezember und Januar gab es sehr viel Niederschlag. Februar und März waren etwas kälter als der Durchschnitt, aber im April verbesserte sich das Wetter und April und Mai waren die jeweils wärmsten Monate seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Die Reben trieben zwar recht spät aus, wuchsen dann aber sehr schnell. Ende Mai gab es viel Regen und der Peronospora-Druck stieg stark an. Wir mussten schon am 17. Mai mit dem Pflanzenschutz beginnen. Die erste Spritzung wurde noch mit Kupfer und Schwefel gemacht, aber aufgrund der Witterung und der 2016 gemachten Erfahrungen entschlossen wir uns, auf systemische Mittel umzusteigen. In der Nacht zum 1. Juni fielen 80 mm Niederschlag und es kam stellenweise zu Ausschwemmungen. Bis Mitte Juni blieb es feucht-warm und teilweise mussten wir in sehr kurzen Abständen spritzen. Trotzdem kam es im Braunfels und in den von Hand gespritzten Weinbergen zu Peronospora Infektionen, die sich aber in Grenzen hielten. Die Blüte begann früh, verlief gut und war am 5. Juni zu ende. Es gab recht viele Jungfernbeeren aber der Fruchtansatz war sehr erfreulich.

Im Juli wurde es heiß und trocken. Die Witterung begünstigte die Entwicklung der Weinberge und Laubarbeit, Unkrautbekämpfung und Pflanzenschutz waren insgesamt unproblematisch. Die letzte Spritzung fand am 6. Juli statt.

Schon am 17. Juli gingen die ersten Trauben an besonders heißen Stellen in den Wein und nur eine Woche später konnte man überall weiche Beeren finden. Im August wurde es sehr heiß mit Temperaturen bis zu 37°. Anfangs stiegen die Mostgewichte rasant an und zeitweise rechneten wir mit einem Lesebeginn Mitte September. Der September war aber eher durchschnittlich und der Mostgewichtsanstieg verlangsamte sich etwas, wahrscheinlich auch aufgrund des großen Behanges.

Am 24. September begannen wir mit der Traubenlese, nachdem am Wochenende ein Sturmtief durchgezogen war. Die Trauben waren reif und außergewöhnlich gesund und die Menge übertraf unsere Erwartungen. Erst ernteten wir Trauben für den „Scharzhof“ im Oberemmeler Rosenberg und im Wiltinger Braunfels und schon nach 3 Tagen hatten wir so viel Most im Keller wie 2017. In den letzten Septembernächten fiel die Temperatur bis auf 0°, und in der Folge waren die Säuren um etwa 1g/l niedriger. Das war für uns Grund, uns zu beeilen, denn einen weiteren Säurerückgang hätten wir ungern gesehen. Während der gesamten Lese blieb es trocken, meistens sonnig und warm mit Temperaturen bis zu 28°. Der Anteil an edelfaulen Trauben nahm zwar langsam zu, blieb aber bis zum Ende sehr klein. Die Qualität der Botrytis war aber hervorragend und durch die anhaltende Trockenheit begannen auch die gesunden Trauben zu schrumpfen und die Mostgewichte stiegen immer weiter, während die Menge entsprechend zurückging

Am 20. Oktober brachten wir die letzten Trauben ein. 2018 ist für uns die größte Ernte seit langer Zeit. Der durchschnittliche Ertrag lag bei 51 hl/ha. Wir sind begeistert von der Qualität der Trauben und glauben, für jedes Prädikat genau die Qualität geerntet zu haben, die wir uns vorstellen. Die Mostgewichte waren hoch, aber nicht auf dem Niveau von beispielsweise 2005 oder 2010. Die Säuren sind moderat, die pH-Werte aber sehr niedrig. Generell ist 2018 kein Botrytisjahrgang, ähnlich wie in 2011 haben aber schon relativ kleine Anteile an Edelfäule einen großen Konzentrationseffekt und die 2018er Auslesen und Trockenbeerenauslesen dürften auf einem vergleichbaren Niveau liegen.

Ein sensationeller Herbst liegt hinter uns. Keiner von uns kann sich an eine ähnlich schöne Weinlese erinnern. Fünf Wochen bestes Wetter, fünf Wochen nur gesunde, wunderschöne Trauben, fünf Wochen gute Stimmung in Weinberg und Keller!

Die ersten 2018er Weine sind bereits durchgegoren. Sie präsentieren sich sehr harmonisch und reif, mit einer feinen mineralischen Ader. Wir sind gespannt, wo die Reise hin geht!

Wir sind jetzt seit einigen Wochen fertig mit dem Verarbeiten der diesjährigen Trauben und sind insgesamt doch ziemlich zufrieden!

Das Jahr war ja aufgrund der extrem trockenen Witterung für uns in Baden eigentlch eines der leichteren, da wir kaum Pilzdruck in unseren Anlagen hatten und auch keinen Trockenstreß, von daher waren die Vorzeichen für eine gute Qualität ziemlich gut.

Ein bißchen mehr Regen hin und wieder hätte den Reben natürlich gut getan und auch ein bißchen mehr von den kühleren Nächten, um die Säure in den Trauben etwas zu konservieren, aber letztendlich hatten wir über den kompletten Herbst mit kerngesundem und ausgereiftem Traubenmaterial zu tun, von daher kann man durchaus sowohl was die Qualität als auch die Menge an Trauben angeht von einem besonderen Weinjahr sprechen.

Das einzige Manko könnte tatsächlich noch die Säure werden, die aufgrund der Hitze und Trockenheit während des gesamten Jahres zur Lese dann doch eher niedrigere Werte, als üblich aufwies. Dementsprechend hatten wir uns, wie viele andere Kollegen auch, für einen sehr frühen Lesestart ( Ende August ) entschieden, um noch möglichst viel von der Säure mitzunehmen. Das war uns nicht nur bei unseren Weißweinen schon immer sehr wichtig, da unsere Weine insgesamt und eben auch unsere Pinots im besonderen von einer lebendigen Säure leben und wir aufgrund der längeren Maischestandzeiten auf höhere Säurewerte angewiesen sind.

Derzeit präsentieren sich die Weine aber wirklich sehr schön und wir sind mit den Werten auch sehr zufrieden!
Sensorisch haben wir es mit sehr kräftigen, aber durchaus feinen Aromen zu tun und insgesamt wird es den Weinen aus diesem Jahr wohl eher nicht an Körper, Intensität und Kraft fehlen...

Was für ein Sommer! Was für ein Herbst! Dank ihrem unglaublichen Wurzelgeflecht haben unsere alten Reben der Hitze und Trockenheit getrotzt und eine seltene Fülle wunderbarer Trauben zur optimalen Reife gebracht! Jetzt blubbert es im Keller gemächlich und erwartungsvoll von sich…

Und noch eine positive Nachricht: Nach endlosen Diskussionen, kafkaeskem Formularfetischismus und unsäglichem Juristengeplänkel sind unsere drei Subappellationen im Uhlen legalisiert! Mit Blaufüßer Lay, Laubach und Roth Lay wurden damit erstmalig deutsche Einzellagen von der EU-Kommission nach „romanischem Recht“ abgesegnet. Ein Meilenstein in der Entwicklung einer Terroirkultur, eine wichtige Blaupause für die anstehende Neufassung des Weingesetztes: Präzise abgegrenzte geologischen Formationen und hohe Anforderungen an Rebsorte, Pflanzdichte, Erntemenge, Vinifikation…

Auf Grund des warmen Frühjahrs, mit Werten bis zu 30 Grad bereits im April, trieben die Reben früh aus. Im Mai ging es warm und sonnig weiter, so dass erste Blütenkäppchen Ende Mai abgeworfen wurden. Optimales Wetter sorgte für eine gleichmäßige Blüte, die Anfang Juni beendet war. Trockenheit, die von Frühjahr bis Herbst anhielt, sorgte in Jungparzellen (4-5jährige Reben) für Trockenstress in Verbindung mit Ertragseinbußen. Um das Überleben der Rebstöcke zu sichern, musste ab Anfang Juli immer wieder Wasser in die Anlagen gebracht werden.

Auf Grund des guten Blütenverlaufs war der Traubenansatz trotz der extremen Trockenheit sehr hoch. Auf Grund dessen wurden im Juli und August Trauben halbiert und der Ertrag reduziert. Die trockene Wärme des Sommers förderte die Reben- und Traubengesundheit sowie die Reifeentwicklung. Damit einhergehende, stetig ansteigende Öchslegrade führten dazu, dass der frühe Lesebeginn des Vorjahres noch getoppt wurde: Lesebeginn 16. August 2018 - was uns zunächst ein ganz schön mulmiges Gefühl beschert hat.

Nach einigen Tagen war klar, dass der frühe Beginn unbedingt notwendig war, vor allem, um bei den Burgundern eine gewisse Frische gewährleisten zu können. Die Lese selbst verlief reibungslos. Es musste wenig selektiert werden, die Trauben waren kerngesund und auch mit der Quantität sind wir sehr zufrieden.

Obwohl die Weine sich in den nächsten Monaten noch stark weiter entwickeln werden, ist der erste Eindruck sehr gut. Die roten Burgunder zeigen sich sehr konzentriert, was sich auch in der Farbe widerspiegelt. Dabei sind sie weder fett noch opulent, eher fest, kompakt und lang. Die weißen Burgunder kommen, trotz Trockenheit und warmen Temperaturen, mit überraschender Eleganz und Schmelz daher.

Wir können uns nicht an eine Lese erinnern, bei der die Trauben so einheitlich gesund aussahen – wie gemalt!

Die Pinots entwickeln sich prächtig! Eine vollreife Tanninstruktur lässt großes erahnen und auch beim Riesling findet sich kein Tank im Keller, der uns nicht in Verzückung geraten lässt!

Die Weinlese 2018 liegt hinter uns, und während wir Ihnen diese Zeilen schreiben, blubbern die jungen Weine ein Stockwerk tiefer in ihren Fässern, behutsam und wunderbar duftend, ihren neuen Persönlichkeiten entgegen.

Gesundes Wachstum
Die Wintermonate 2017/18 hatten die Böden mit genügend Wasser gesättigt. Als es im März warm wurde, hatten die Reben alles was sie brauchten, um gut und gesund zu wachsen, sodass wir einen rasanten Austrieb im April hatten. Die Reben durchliefen in nur einer Woche die Wachstums-Stadien vom ersten Öffnen der Augen bis hin zur Entfaltung dreier Blätter. Das dauert sonst gut und gerne 12 bis 14 Tage.

Viel Sonnenschein und hier und da ein gesunder Landregen sorgten weiterhin für beste Wachstumsbedingungen im Frühjahr und dafür, dass die Reben schon Ende Mai zu blühen begannen. Während meiner Zeit im Burgund 2009 habe ich gelernt, dass es gut ist, wenn die Reben schnell wachsen. Hervé Arlaud sagte mir damals: „Wenn die Reben so schnell wachsen, sind sie auch vital genug um Pilze abzuwehren und bleiben gesund.“ Und es war dieses Jahr tatsächlich ein Sommer in dem wir keine Probleme mit Perronosporra oder Oidium hatten.

Mit der frühen Blüte deutete sich auch ein früher Lesetermin an. Wir lagen mit der Vegetation etwa drei Wochen vor dem langjährigen Durchschnitt, und es deutete wenig auf eine Entschleunigung hin. Dies forderte eine enorme Ausdauer von unserer Mannschaft. Mit Mann und Maus liefen wir fast rund um die Uhr durch unsere Parzellen und stellten die Triebe aufrecht, setzten Klammern, nahmen überzählige Triebe weg und rupften Unkraut aus dem Unterstockbereich. Wir mussten versuchen mit der Natur Schritt zu halten, die uns durch das schnelle Wachstum für die gleiche Arbeit nur die Hälfte der Zeit ließ. Es war ein Wahnsinn!

Während der Blüte Ende Mai war es zunächst sehr warm. Dies führte zu einer natürlichen „Verrieselung“ der Trauben. Dies bedeutet, dass nicht jede einzelne Blüte einer Traube tatsächlich befruchtet und zur Beere ausgebildet wird, sondern manche einfach eintrocknen und aus der Traube herausfallen. So erhielten wir lockerbeerige, kleine Trauben. Beste Voraussetzungen für eine gesunde Entwicklung bis zur Reife und eine tolle aromatische Ausdruckskraft. Indem wir in dieser Zeit die Traubenzone entblättern, versuchen wir diesen Effekt noch zu unterstützen.

Der Sommer
Der anhaltende Sommer forderte Ende Juli seinen Tribut. Die Wasserreserven der Böden lagen tief unter der Oberfläche und waren für jüngere Reben nur noch schwer zu erreichen. Wir mobilisierten alle fahrbaren Tanks und konstruierten Wasserlanzen, Bewässerungspflüge und -gräben um die jungen Reben durch diese Durststrecke zu bringen. Letztendlich war es ein „Kampf gegen Windmühlen“, denn der Wasserbedarf der Reben übersteigt eigentlich alle Möglichkeiten der Bewässerung.

Wir hatten großes Glück, als mit ergiebigen Landregen am 9. und 13. August die Situation entspannt wurde.
Unsere alten Rebstöcke standen die trockenen Wochen im Hochsommer allerdings gut durch. Mit ihren tiefen Wurzeln konnten sie immer ausreichend Grundwasser erreichen und ermöglichten damit ein ausgewogenes Wachstum und eine optimale Versorgung der jungen Träubchen.

Unsere Parzellen im Oestricher Lenchen, Oestricher Doosberg und in der Hallgartener Jungfer hielten durch ihr tiefgründiges Bodenprofil stets genügend Wasserreserven verfügbar und sind in diesem Jahr sicherlich die Strahlemänner.

Die Weinlese
Unsere Mitarbeiter, die gemeinsam mit ihrem Wissen, ihrem Einsatz und ihrer Sensibilität hinter den tausenden Arbeitsstunden stehen, haben den Erfolg dieses außergewöhnlichen Jahrgangs erst möglich gemacht.

Acht Wochen lang haben wir mit unserer 30 Mann starken Lesemannschaft gesunde, goldene, reife Trauben gelesen, die eine strahlende, wunderbar feine und tiefe Aromatik hatten.

Dank der stabilen Wetterlage während der Lese konnten wir unsere Parzellen präzise lesen und hatten die Reifeentwicklung immer im Blick. Die Nächte waren kühl und klar, die Tage sonnig und warm. Wir nutzten vor allem die Morgenstunden aus, um die Trauben bei niedrigen Temperaturen zu lesen.

Es war wieder ein Jahrgang, der eine ganz eigene Reife und Ballance entwickelt hat, der sich nicht an Lehrbuchparameter hält, und der trotz eventueller Ähnlichkeiten zu anderen Jahren immer Unikat sein wird. Mit moderaten 11,0 bis 12,5 vol % Alkohol, PH-Werten um 3,0 und einer feinen Säure im Bereich von 8,5 bis 8,9 g/l liegen die Moste in einem sehr eleganten Spektrum und zeigen eine tolle aromatische Konzentration und Spannkraft. Sowohl aromatisch als auch analytisch sind die ersten Eindrücke fantastisch.

2018 ist ein Jahrgang, der uns im Sommer alles abverlangt hat, und der uns im Herbst beschenkt hat. In den entscheidenden Momenten war die Natur auf unserer Seite. Wir sind stolz, glücklich und vor allem dankbar.

“In den entscheidenden Momenten war die Natur auf unserer Seite. Wir sind stolz, glücklich und vor allem dankbar.”

P.J. Kühn

Die Trauben vom Jahrgang 2018 sind in diesem Jahr schon lange in den Keller eingebracht. Sicherlich haben alle den heißen Sommer 2018 auch noch in Erinnerung. Zudem war es bei uns, nördlich von Würzburg in Mainfranken, noch dazu extrem trocken. Wir haben seit Ende Mai 2018 keinen nennenswerten Niederschlag mehr bekommen. Aber die Rebe ist eine sehr genügsame Pflanze (besonders wenn sie ein paar Jahre auf dem Buckel hat) und hat diese Trockenheit mit Bravour durchgestanden.

Hier hat sich bewährt, das wir ein große Anzahl an alten Weinbergen im Bestand haben. Bei den jungen Weinberge mussten wir allerdings auch Wasser an den Rebstöcken bringen, sonst wäre viele vertrocknet. Teilweise reduzierten wir zusätzlich Trauben um die Reben zu entlasten. So konnten wir beruhigt in die Weinlese 2018 gehen.

Wir haben von Ende August bis Mitte September sehr gesunde, aromatische Trauben gelesen, die einen tollen Jahrgang 2018 versprechen. Wir begannen jeden Tag um 6.30 Uhr im Weinberg mit der Lese und spät. 12.30 Uhr waren wir wieder zurück im Wein, damit wir die kühleren Vormittagstemperaturen ausnutzen konnten. Die Beeren waren sehr klein und aromatisch und vor allem sehr gesund. Ein kleiner Wermutstropfen war nur die geringe Menge, die wir eingefahren haben ( 42hl/ha).

Beim Jahrgang 2017 war der früheste Lesebeginn aller Zeiten mit dem 15. September. Beim Jahrgang 2018 war der letzte Lesetag der 15. September. Wir freuen uns schon sehr auf diesen ungewöhnlichen Jahrgang 2018.

Jahrgang 2018: Höher, Schneller, Weiter - Part II

Das Weinjahr 2018 lieferte weiterhin viele Rekorde. Wir begannen Mitte September mit der Ernte – so früh hatte das Team des Weinguts noch nie mit der Hauptlese in den Steillagen begonnen. Es folgten 7 Wochen nahezu perfekten Herbstwetters: sonnige Tage gepaart mit kühlen Nächten. Der zähe Nebel hielt sich morgens hartnäckig im Tal, gegen Mittag hatte sich die Sonne ihren Weg gebahnt und die Temperaturen stiegen merklich an – wunderbare Bedingungen für eine hervorragende Aromenausbildung in den Beeren.

A propos Beeren: aufgrund penibler selektiver Handlese konnten wir auch in diesem Jahr eine Vielzahl an edelsüßen Spezialitäten ernten: Beere für Beere wurde vom Stilgerüst gezupft und zu Beerenauslese und Trockenbeerenauslese verarbeitet. Die Lese endete am 1. November 2018.

Die Jungweine zeigen zwar nicht die klassische Moseltypizität (prägnante Säure, kühler Charakter), aber sie bestechen durch eine wunderbare Balance aus ausdrucksstarker Mineralität und reifer Gelbfrucht. Wir sind gespannt auf die weitere Entwicklung!

Zu Ende ging die Ernte 2018  erst vorletzte Woche mit der Lese der letzten edelsüßen Spezialitäten – zwei Rieslaner Trockenbeerenauslesen mit 240 und 280 Grad Öchsle bilden die Abrundung dieses außergewöhnlichen Jahrgangs und lassen die Gärung im Keller noch einmal aufleben.

Begonnen mit dem frühesten Erntestart jemals am 30 August spiegeln sich hier die extreme des Jahrgangs wieder. Neben aller Reife und dem hervorragenden Gesundheitszustand war auch Geduld und viel Fingerspitzengefühl notwendig um den optimalen Erntezeitpunkt zu treffen. Die unterschiedlichste Wasserversorgung der verschiedenen Weinberge führte zu einer ganz individuellen Reife – auch Reifeverzögerung, die eine neue Leseorganisation erforderte.

So ernteten wir in diesem Herbst die Riesling- Lagenweine vor unseren Gutsrieslingen . Das hatte es so noch nicht gegeben und war der Grundstein um Frische und Reife des Jahrgangs in perfekte Harmonie zu bringen.

Die ersten probierfähigen Jungweine präsentieren sich in feiner Balance, mit einer erstaunlichen Mineralik und einer sehr zugänglichen Fruchtigkeit und Frische. Zweifelsfrei ist 2018 ein hervorragender, sehr guter Jahrgang – inwieweit man von Groß sprechen kann ist noch ein wenig abzuwarten. 

Das Jahr 2018 wird uns allen wohl noch ganz lange in Erinnerung bleiben. Nicht so sehr wegen Dieselskandal, verpatzter Fußball-WM oder erfolgreicher Winterolympiade, sondern weil uns die Wettersituation in diesem Jahr einen „Sommer ohne Ende“ beschert, der selbst Mitte Oktober noch zu erleben ist. Nach dem zunächst sehr feuchten, ab Februar dann doch recht kalten Winter begann im April die Schönwetterperiode, so dass man ohne das gewohnte Frühjahr gleich in den Sommer gewechselt zu haben schien. Weil sich das sonnige, warme und trockene Wetter bis zum heutigen Tag fortsetzt, fühlt man sich in ganz Deutschland seither wie in einem endlosen Urlaub in südlichen Gefilden.

Doch welche Auswirkungen hat dieser Bilderbuch-Sommer auf unsere Umwelt, unsere Reben und auf den Wein? Zunächst fällt auf, dass im Laufe der letzten Jahre durch die milderen Winter die Vegetation insgesamt immer früher startet, was überall auch die Gefahr durch Spätfröste deutlich erhöht. Durch den ungewöhnlich späten Rebaustrieb in Folge der Kälteperiode im Februar und März war dieses „neue Risiko“ deutlich geringer. Doch ab Mitte April begann mit im Winter voll aufgefüllten Wasservorräten im Boden und sommerlichen Temperaturen ein Rebenwachstum, wie wir es bisher nur ganz selten erlebt haben. Vergehen erfahrungsgemäß vom Vegetationsbeginn der Reben bis zur Blüte etwa acht Wochen, so war das in diesem Jahr bereits nach einem Monat erreicht. Das „Turbo“-Rebenwachstum ging so lange weiter, bis allmählich die Wasservorräte im Boden aufgebraucht waren. Jedoch war dieser Zeitpunkt sehr unterschiedlich, da die Wasserversorgung sowohl von der Struktur und Gründigkeit der Böden abhängig ist, als auch von der Durchwurzelung der Böden. Alle älteren Reben hatten daher durch ihr breit und tief ausgebildetes Wurzelwerk selbst unter den diesjährigen Bedingungen kaum Probleme mit der Wasserversorgung. Die jüngeren Pflanzen waren dagegen für jeden Tropfen Wasser dankbar.

Eine logische Folge waren deshalb der früheste Erntebeginn seit vielen Jahren und außergewöhnlich gesunde, reife Trauben. Nach zwei Jahrgängen mit sehr kleinen Erträgen haben wir endlich wieder eine mengenmäßig ausgesprochen gute Ernte einbringen dürfen. Sie wird dabei alle Qualitäten bis hin zu edelsüßen Spitzen abdecken, so wie Sie und wir es uns wünschen. Wer noch etwas mehr über den Verlauf der Lese erfahren möchte, kann dies in unserem „Herbsttagebuch“ auf unserer Homepage detailliert nachlesen. Die Weine das Jahrgangs 2018 werden die ideale Ergänzung zu denen aus den beiden Vorjahren sein. Alle haben einen ganz eigenen, unterschiedlichen Charakter.

Klar war der Sommer trocken und heiß, aber die Saar galt ja schon immer als die „kühle Schwester der Mosel“, was in einem solchen Jahrgang natürlich nur positiv sein kann. Dazu kam hier am 4./5. September noch Regen von über 40 Liter, der den Rebstöcken noch voll zu Gute kam, da die Rieslingernte ja erst Ende September begann.

Es konnte tolles perekt gesundes Material nach Hause gebracht werden, der Selektionsaufwand hielt sich in Grenzen. Allerdings musste man lange warten bis sich ein wenig Botrytis enstellte. Trotzdem konnte auch hier wieder Beerenauslese geerntet werden, wobei die Beeren eigentlich nur eingetrocknet waren und kaum Botrytisbefall hatten.

Die geernteten Mostgewichte lagen in den geringsten Lagen bei 85° und kamen zum Schluss in guten Lagen problemlos über 100° das Gros liegt bei 90° bis 95°. Die Säuren lagen beim Most  selten unter 8 Promille, z.T aber sogar bei über 9. Mal sehen was nach der Vergärung bleibt. Die geernteten Mengen sind sehr zufriedenstellend.

Der Jahrgang wird vergleichbar sein mit 2003 oder 2011 und wenn man heute diese Jahrgange als Saarwein probiert, dann muß man sich keine Sorgen um den 2018er der Saar machen.

Die gute Wasserversorgung aus dem Winter 2017/18 wurde im trockenen und heißen Sommer 2018 schnell aufgebraucht. Es gab keinen nennenswerten Niederschlag. Für den Pflanzenschutz war das toll. Hier gab es keinen kritischen Druck. Einzelne Weinberge kamen aber an ihre Grenzen. Besonders in den steilen Hängen am Roten Hang sah es zwischenzeitlich dramatisch aus. Das Wachstum kam fast völlig zum Erliegen und das Laub färbte sich schon im Sommer gelb. In manchen Lagen vielen sogar Blätter zu Boden. So reagierten die Reben auf den Stress und versuchten ihren Wasserverbrauch der Witterung anzupassen. Wir versuchten diesen Prozess zu unterstützen. Vertrocknete Begrünungen wurden bewusst stehen gelassen um den Boden zu beschatten. Dort wo die Laubwand hoch aufgewachsen war wurde auf den Laubschnitt verzichtet um die Schattenwirkung zu unterstützen. Besonders froh waren wir über Weinberge im Pettenthal, die im Winter mit Rindenmulch unter dem Stock versehen wurden. Dieser konnte ordentlich Wasser einsparen. Nur in wenigen Anlagen waren wir gezwungen mit der Wasserlanze selektiv einzelnen Rebstöcke zu bewässern. Besonderes Augenmerk bekamen dabei junge nachgesetzte Reben.

Dann ging es in die Reifephase. Wir hatten uns auf eine sehr frühe Zuckerreife und geringe Säurewerte eingestellt und begannen so früh wie noch nie, schon im August, mit der Lese. Dann aber kam die große Überraschung: Die Mostgewichte hielten sich im Rahmen und auch die Säure zeigte sich stabiler als erwartet. Entgegen aller Prognosen waren dafür die Erträge in flacheren Weinbergen sehr üppig. In den gestressteren Steillagen gingen wir sehr selektiv vor und versuchten gestresstere und besser versorgte Reben strickt voneinander zu trennen. Hier waren auch die Erträge überschaubar bis normal.

Das Ergebnis macht uns bisher dankbar und glücklich. Der Keller ist voll. Die Gärung verlief gut und die jungen Weine schmecken mehr nach einem kühlen Jahrgang als überhitzt. Es gab sogar ordentliche Kabinette, die momentan voll überzeugen können. Die Säure ist jetzt nach der Gärung überraschen stabil und die Alkoholausbeute moderat. Wie sich besonders die großen Weine jetzt weiter entwickeln bleibt natürlich abzuwarten und wie immer ist Geduld gefragt. Unser Weinstiel hat sich in den letzten Jahren zunehmend vom PrimärPathos gelöst und möchte die Reifefähigkeit in den Vordergrund stellen. Daher beginnen wir gerade  2016 zu verstehen und einzuschätzen. Was zum rechten Zeitpunkt aus 2018 wird werden wir sehen.

Gerade sind wir nach etwas Pause im Weinberg wieder am Spät Lesen. Ein paar schöne Rosinen sind dabei und so könnte am Ende auch noch eine kleine Menge Edelsüß möglich werden.

Unsere Lese war ungewöhnlich, aber sensationell. Wir haben 23. August mit der Lese begonnen. Die Trauben waren reif, gesund und hatten zu diesem Zeitpunkt auch noch ausreichend Säure.

Wir sind gespannt auf einen außergewöhnlichen Jahrgang 2018. Mit kurzer Hose und T-shirt haben wir gegen Wespenstiche und Sonnenbrand während der Lese gekämpft.

Die Trauben haben eine Top Qualität nur der Winzer hat gelitten ;-)

Hatten wir im vergangenen Jahr geglaubt, unsere Lese rekordverdächtig früh beendet zu haben, so wurden wir 2018 eines Besseren belehrt: In diesem Jahr haben wir unsere letzten Trauben am 25. September in den Keller geholt – und damit eine gute Woche früher als 2017.

Turbo-Herbst trifft es als Begriff für die Lese in diesem Jahr ziemlich genau. Denn angesichts des unglaublich prächtigen Sommers konnten wir schon am 3. September mit der Lese starten – und sie schon drei Wochen später beenden. Was an den Stöcken hing, war durch und durch gesund. Da uns dadurch viel Sortierarbeit im Rebberg erspart geblieben ist, konnten wir teilweise bis zu 1,5 Hektar Rebfläche pro Tag lesen.

Diese Schnelligkeit war ein Segen, denn angesichts in die Höhe schießender Zuckerwerte mussten wir Gas geben, um das Lesegut nicht überreif in den Keller zu bekommen. Wer Ziereisen kennt, weiß, dass Trinkmarmelade nicht unser Ding ist…

So landeten in dieser Reihenfolge Spätburgunder, Grau- und Weißburgunder, Chardonnay, Syrah und Gutedel im Keller. Der Ertrag war angesichts der Wasserknappheit in den Rebbergen überraschend gut.

Und die Qualität? Verspricht, sehr gut zu werden. Wie gut, wird sich wie immer erst dann zeigen, wenn die Weine mal einige Monate im Fass gelegen haben. Die physiologischen Eckwerte wie Alkohol, Säure oder pH-Wert jedenfalls haben gestimmt. Die Weine werden sich voraussichtlich rund und reif präsentieren, aber dennoch ihren für Ziereisen typischen Charakter mit kleinen Ecken und Kanten behalten.

Unser Engagement beim Erzeugen von Saft haben wir 2018 übrigens ausgebaut. Angesichts des Erfolgs unseres roten Traubensafts haben wir neu und zusätzlich einen hochwertigen weißen und einen roséfarbenen Saft in den Tanks liegen.

Wir haben am 13. September unsere Ernte 2018 abgeschlossen. Schon 2003 und 2006 wurde im Oktober nichts mehr gelesen. Aber, dass das Lesende schon Mitte September war, ist einzigartig.

Die Problematik war die Säure und der höhere potentielle Alkoholgehalt. Wir wollen nur sehr feine Weine mit viel Eleganz und Frucht produzieren. Eine reife Säure ist für Top-Weine unumgänglich und auch sehr gut verträglich.

Der Alkoholgehalt muss passend sein und darf nicht zu hoch oder gar unharmonisch sein. Deshalb ist der Lesezeitpunkt so wichtig. Schon 2 Tage zu spät kann einen laschen und alkoholischen Wein ergeben!

Dazu kommt auch noch die sehr aufwendige Handlese, wo jede Beere die krank, beschädigt, angestochen, un- oder überreif ist weggeputzt wird. Daher lehnen wir eine Maschinenernte ab. Wir haben heuer sehr gut am Punkt gearbeitet, sodass wir einen sehr feinen und eleganten 2018er erwarten können.

A. Schwächen und Stärken
Die Schwächen bei diesem Jahrgang 2018 liegen eher bei den frühreifen Sorten wie Pinot noir, St. Laurent und Zweigelt, wobei letzterer besonders auf den durchlässigen, schottrigen Böden mit extremen Welkeerscheinungen zu kämpfen hatte. Die pH-Werte liegen daher bei PN und SL sehr hoch und es kündigt sich schon jetzt eine eher frühere Trinkreife an!

Die Stärken sehe ich bei diesem Jahrgang eindeutig bei den spätreiferen Sorten wie z. B. Blaufränkisch – grandiose Endausreifung der Tannine und perfekt verholztes Stielgerüst- und ganz speziell auch in den kühleren Lagen am Leithaberg bei der Sorte Weißburgunder

B. Sehr, sehr gute Erntemenge bei hoher Qualität in allen Bereichen außer Zweigelt

C. Früheste Ernte ever, Beginn schon am 16. 8. mit Pinot noir und für mich hat sich wieder einmal gezeigt dass die höheren Lagen mit Ostexposition und in Waldnähe eine wesentlich langsamere Ausreifung bringen und damit mehr Komplexität, Lebendigkeit und Spannung im Wein erkennen lassen. Als weitere Besonderheit fällt mir noch ein, dass die extrem steinigen Kalkstein und Schieferböden am Leithaberg die über 100 Liter Regenmenge während der Haupternte wesentlich besser weggesteckt haben als die Lehmböden auf der Nordostseite des Sees.

D. „Viel Saft und Kraft“ außergewöhnlicher Jahrgang mit hoher Reife aber nicht Überreife – daher sehr viel Struktur und Spannung in den Weinen mit sehr hohem Lagerpotential

Ein Jahr der Superlative - Der Jahrgang 2018 im Rückblick

Der Wintertemperaturen waren ziemlich mild, die Niederschläge nach dem extrem trockenen Vorjahr erfreulicherweise ausreichend. Erst Ende Februar bis Mitte März zeigte der Winter mit dauerhaften Temperaturen unter dem Gefrierpunkt erst so richtig seine Muskeln.

Ende März schließlich wurde der Klima-Schalter jäh von Winter auf Sommer gedreht. Bereits um den 20. April wurden das erste Mal annähernd hochsommerliche Temperaturen gemessen. Erfreulicherweise blieben dieses Jahr auch die Spätfröste aus. Die Vegetation schoss mit unglaublicher Schnelle und bereits Mitte Mai waren die ersten blühenden Trauben zu finden.

Auch der Sommer war vor allem im Niederösterreichischen Kremstal wieder durch lange Hitze- und Trockenperioden geprägt. Im Burgenländischen Seewinkel konnten des Öfteren kräftige Gewitterschauer – zum Glück immer ohne Hagel – verzeichnet werden. Im Vergleich zu anderen Gebieten Europas war die Wassermenge passabel. Dank der Tröpfchenbewässerung in den Kremstaler Terrassen ist dieses Jahr ohne Einbußen über die Bühne gegangen.

Etwas spät, zwischen 2. und 4. September, kam der ersehnte Regenguss in der Donau-Region und im Nordburgenland, allerdings gleich mit 70 und 80 Millimetern pro Quadratmeter, was bei der fortgeschrittenen Reife der Trauben bedrohlich war. Wir hatten unsere Hausaufgaben gemacht, und die Trauben hingen luftig und locker und so konnten Pilzinfektionen hintan gehalten werden.

So früh wie noch nie, am 13. August, fiel in Apetlon der Startschuss zur Lese. Zweigelt-Trauben für den Traubensaft machten den Anfang. Chardonnay für den Sekt und Muskat Ottonel folgten kurz danach und am 20. August starteten wir mit der Hauptlese in beiden Weinbaugebieten durch. Nachdem uns Balance und Eleganz unserer Weine ein wichtiges Anliegen sind, hatten wir uns entschieden, Weißweintrauben mit Kabinett-Gradation und mit knackiger Säure ausgestattet in den Keller zu bringen. Auch in den Lagen Gebling, Breiter Rain und Schnabel wurde jeweils ein erster Lesedurchgang durchgeführt, um leichtfüßigere Weine für den Rückverschnitt auf Lager zu haben. Schon im Spätsommer hatten wir an dieser Strategie gefeilt und mit intensivem Einsatz von Hornkiesel die physiologische Reife unterstützt.

Bereits am 19. September konnten die letzten Grüner Veltliner-Trauben aus der Lage Breiter Rain, am 20. September die Merlot-Trauben aus dem Burgenländischen Seewinkel eingebracht werden. Selbst der Senior-Chef Sepp Moser, der bald 90 Lenze zählt, sagt, dass er noch nie eine dermaßen zeitige Weinlese erlebt habe.

Das Lesegut in Kremstal und Neusiedlersee war gesund und geschmackvoll. Unsere Taktik ist voll aufgegangen. Die Weine des 18er-Jahrgangs sind allesamt gut strukturiert und balanciert, tendenziell sogar etwas leichter im Alkohol als im Durchschnitt der Jahre.

Wir freuen uns schon darauf, Ihnen die Weine dieses besonderen Jahres präsentieren zu können!

Nach einem wunderschönen Frühling und trockenen Sommer haben wir kurz vor Beginn der Lese noch Niederschlag erhalten. 2018 war die früheste Lese in der Nikolaihofgeschichte, wir haben bereits Anfang September mit der Traubenernte begonnen und Ende September abgeschlossen.

Die Lese erfolgte sehr rasch und wir konnten so sehr gute Trauben für Federspiel- sowie auch Smaragd Weine ernten.

Trotz des heißen Sommers und der erwarteten früheren Reife, haben wir unsere Weinlese Mitte September begonnen und nach rund einem Monat, Mitte Oktober, abgeschlossen.

Die Lese wurde großteils von idealen klimatischen Bedingungen (bspw. große Temperaturdifferenzen zwischen Tag und Nacht; speziell im Oktober mit rund 1°C in den frühen Morgenstunden und 22°C am Nachmittag) begleitet und führte zu einer ausgewogenen physiologischen Reife der Trauben. Die Handlese der Trauben war zudem wieder sehr Zeit aufwändig, aber auch ungemein wichtig.

Die größte Herausforderung im Jahrgang 2018: schnelle Verarbeitung der Trauben.
Auf Grund der erhöhten Temperaturen im September war es essentiell, dass das unverletzte Traubenmaterial möglichst rasch verarbeitet wird, um die Säure nicht zu verlieren.

Generell wirkt es wie ein perfekter Jahrgang für Grüner Veltliner, mit idealen Lesebedingungen für diese Rebsorte.

Gerne darf ich Ihnen mitteilen, dass es beim Schnaps eine Qualität wie diese noch nie gegeben hat!

Bei uns war die Ernte 2018 sehr arbeitsintensiv, aber dafür mit außergewöhnlich guten Qualitäten für langlebige Weine. Der Jahrgang glänzt durch hohe physiologische Reife mit einem Ausblick auf langlebige Weine.

Während der Vegetationsperiode kam es zu starken Niederschlägen, was die Biobewirtschaftung auf den Steilhängen zur außergewöhnlichen Herausforderung machte. Die Arbeit mit dem Traktor kam ans Limit und hohe Qualitäten konnten nur durch akribische Handarbeit erreicht werden.

Im Gegenzug garantierte der Regen eine gute Wasserversorgung und der Herbst war geprägt von Schönwetter was zu einem langlebigen Weinjahrgang mit erfrischend feiner Säurestruktur und hoher Konzentration führt.

Die Weine schmecken besonders konzentriert mit spannender Säurestruktur.

Nachdem wir erst vor 3 Wochen die Lese beendet haben und bis auf Eiswein nun alles im Keller ist, kann ich jetzt endlich einen Jahresbericht liefern ;-)

Vorerst einmal zu den Fakten bzw. zu den Wetterdaten bei uns in Langenlois/ Kamptal:
In Summe 469 lit Niederschlag bis Ende September, das ist geringfügig weniger als der Jahresdurchschnitt. Wir waren also im Kamptal sowohl temperaturmäßig als auch was den durchschnittlichen Niederschlag betrifft nicht extrem belastet gewesen.

Kennzeichen des Klimaverlaufs sind ein kalter trockener Winter, der Mitte April von Winterlichen Temperaturen auf sommerliche umschwenkt. Niederschläge sind gar nicht so wenig über die Vegetationsperiode, immerhin 469 lit bis Ende September (dies entspricht schon der langjährigen Durchschnittsmenge in Langenlois) Es ist gar nicht so heiß, zumindest nicht so heiß, dass die Weingärten ihre Entwicklung einstellen würden. Alle Faktoren zusammen bewirken eine frühe Reifeentwicklung. Erntebeginn für Sekt ist Ende August (eine Woche früher als die bisher früheste Ernte 2003). Die Rotweine beginnen wir in der dritten September Woche zu lesen (auch exakt eine Woche früher als 2003)

Anfang September bekommen wir über ein Wochenende ca. 70 – 80 lit Niederschlag, danach stabilisiert sich das Wetter und wir erleben 8 trockene Lesewochen. Die Psychologie hinsichtlich der Ernteentscheidungen ist ähnlich wie in 2014. Viele haben sofort nach dem Regen begonnen alles zu lesen in Panik, dass durch die Botrytis die Alkoholgehalte in die Höhe gehen. Wir glauben dass dies noch zu früh war. Die geernteten Gebietsweine haben einen Alkoholgehalt von 11,5% bis 12%, Ortsweine liegen bei 12, 5%. Säurewerte waren anfangs nicht sehr hoch, stiegen aber im Laufe der Lese aufgrund der trockenen Bedingungen wieder leicht an.

Wie sieht es nun mit den Erntemengen aus?
Die Erntemengen sind teilweise durchschnittlich, teilweise höher als in den letzten Jahren. Wir versuchen diese auch immer der Jahrgangscharakteristik und dem Weintyp anzupassen. In so einem frühen Jahr wäre es wohl nicht angemessen für einen Gebietswein Weingärten extrem auszudünnen. Daher freuen wir uns, dass nach mengenmäßig kleinen Ernten wieder mal ein mengenmäßig gutes Jahr ins Haus steht. Prozentmäßig kann man 2018 als ein leicht überdurchschnittlichen Jahr bezeichnen.

Jeder Jahrgang hat seine Besonderheiten…
Aus weinbaulicher Sicht war das Besondere an 2018  der Ausfall des Frühlings. Es ging direkt vom Winter in den Sommer über. Man freut sich natürlich über einen raschen Austrieb, aber es bewirkt auch einen sehr frühen Start mit allen Begleiterscheinungen im Herbst.

Kurz zusammen gefasst würde der Jahrgang 2018 in einem Satz lauten....
2018 ist aus unserer Sicht ein wunderbarer Jahrgang mit einer guten Trinkfreudigkeit für die Gebiets- und Ortsweine. Wie 2003 schon bewiesen hat sind die besten Weine/Riedenweine auch für eine längere Lagerung geeignet und werden nach zehn Jahren Lagerung eine besondere Freude machen.

Ich hoffe unser Bericht vermittelt euch einen schönen Eindruck womit wir als Winzer schon das ganze Jahr hindurch zu arbeiten haben ;-)

Dies alles ist letztendlich das Produkt das ihr in der Flasche vorfindet – ein Zusammenspiel aus Temperatur, Niederschlag, klimatischen Bedingungen, Bodenbeschaffenheit und unserem Einsatz dies alles händisch zu bewältigen – durch zeitgerechtes Zurückschneiden im Winter, Anbinden im Frühjahr, richtige Laubarbeit, sorgfältiges Ausdünnen, tägliches Beobachten dessen was sich im Weingarten tut, und zeitgerechtes agieren oder manchmal auch zuwarten…;-)

Die Natur gibt uns jedes Jahr neue Aufgaben denen wir uns zu stellen haben… jedes Jahr ist anders spannend und herausfordernd.

“Die Natur gibt uns jedes Jahr neue Aufgaben denen wir uns zu stellen haben… jedes Jahr ist anders spannend und herausfordernd.”

Schloss Gobelsburg

We had a very long winter, with snow till end of march. April was then changing quick to a very warm spring and the growing of the vineyards was very fast. We got a tropical May and June – very often rain during warm nights – that was the reason for lot of pressure on mildew. Especially in the vineyards in Stainz, the mildew was terrible after 2 times hail. There we lost the most grapes.

Only  7km north, in our Lestein – vineyards with Blauer Wildbacher we got wonderful grapes with a ripens compared to the best in 2007 or 2008. Here also the yields were good.

In the south area of Bad Gams, our vineyards also developed very well – again the Wildbacher grapes got very good quality and yields.

The weather after mid-September till end of October was perfect for the ripeness of all grapes – always dry and sunny and that happens not very often in our region.

So finally for the white grapes we got a very good quality with only 50 % yields. In case of Zweigelt and Blauer Wildbacher we got a perfect vintage.

2018 war ein herausforderndes und arbeitsintensives Jahr. Vor dem gefürchteten Frost blieben wir zwar verschont, jedoch war das Frühjahr bis Ende Juni sehr regenreich und feucht. Trocken wurde es erst Mitte August, bevor es dann Anfang September innerhalb von drei Tagen rund 200 Liter pro Quadratmeter regnete. Eine herausfordernde Zeit für die Winzer und ihre Mitarbeiter.

Zum Glück wurde das Wetter ab Mitte September perfekt: Tagsüber war es warm mit fast 20 Grad, und in der Nacht kühlten die Temperaturen - dem Herbst angepasst - etwas ab. Das sorgte für eine ausbalancierte, physiologische Reife der Trauben und eine feine Säurestruktur. Es war eine der selektivsten Weinlesen überhaupt: Die Anzahl der Erntehelfer musste massiv aufgestockt werden. In den zehn STK Weingütern wurden die Trauben einen Monat lang mit mehr als 1450 Händen geerntet.

Der durchschnittliche Ertrag lag bei nur 4000 kg Trauben pro Hektar. Es hat sich gezeigt, dass die klassifizierten Lagen auch in herausfordernden Jahren das sichtbar bessere Ergebnis bringen: Es werden alle „Ersten“ und „Großen“ STK Weine des Jahrganges 2018 erhältlich sein.

Der Jahrgang 2018 zeigt Überraschungen in jeder Hinsicht, weder sind die Zucker und damit Alkoholwerte so hoch, noch ist die Säure so niedrig wie befürchtet.

Aufgrund der Trockenheit bildeten sich kleine Beeren, die viel Konzentration brachten. Aus den Erfahrungen der letzten warmen Jahrgänge, hatten wir viel gelernt, die Trauben mehr im Schatten reifen lassen und nur in der ersten, noch kühleren Tageshälfte geerntet, die Kühlkapazität wurde ordentlich ausgebaut, und das alles lasst nun einen tollen, ausgeglichenen Wein im Keller reifen.

In diesem Jahr haben wir die Ernte so früh wie noch nie beendet - am 26. September. Wir hatten Angst, dass der Zucker zu hoch sein würde und die Säure dafür viel zu niedrig. Aber Gottseidank, kam es am Ende nicht so, wie wir befürchteten.

Die Qualität ist großartig, obwohl wir im Juni um 25% weniger haben als 2017, was sich aber nicht auf die Qualität auswirkte, sondern nur auf die Quantität. Die Weine, die die Gärung bereits abgeschlossen haben, zeigen Frische, feine Tannine und eine große Komplexität mit hellen Früchten und Kräutercharakter.

Wir sind absolut glücklich.

Jeder Jahrgang ist einzigartig. Dass der 2018er aufgrund der Trockenheit und Hitze gewöhnlich werden würde, war ja nicht zu erwarten. So hat die „früheste Lese ever“ auch bei uns bereits am 27. August begonnen. Wir starteten mit den Frühsorten Pinot Noir und Sankt Laurent, die durchaus herausfordernd waren. Einerseits trat die Endreife sehr schnell ein, sodass die Beeren auf den Südseiten rasch reif und weich wurden. In den kühleren Bereichen zeigten sich jedoch auch einige grüne Noten. Der Regen Anfang September machte die Sache nicht einfacher – die von der Sonne erweichten Schalen wurden etwas in Mitleidenschaft gezogen. So wird 2018 bei den Frühsorten kein großer, doch solider Jahrgang.

Sehr zufrieden sind wir mit dem Zweigelt sowie mit der ersten Ernte unserer Furmint-Lagen. Während dieser in Ritzing früh gelesen werden musste und sich kalkig-trocken präsentiert, bescherte uns der „Steiner“ vollreife Furmint-Trauben mit beinahe exotischen Aromen. Bei der Blaufränkisch-Lese waren heuer die steinigen Lagen im Vorteil. Steiner, Kalkofen, Kirchholz und Bodigraben brachten Trauben mit guter Säure und Alkohol in den Keller. Die Ernte ist nicht nur die früheste sondern auch die kürzeste in unserer Geschichte.

Alle Lagenweine reifen heuer in Großfässern. Wir sind gespannt, wie sich das Klima weiter verändert und welche Herausforderungen wir damit haben.

In den Archiven unseres Weingutes habe ich neulich entdecken können, dass die fünf grossartigen Jahrgänge des zwanzigsten Jahrhunderts waren 1900, 1034, 1945, 1959 et 1990. 2018 sollte der erste im XXI. Jahrhundert sein.

Ich habe versucht, zu verstehen, welche subtile Alchemie hinter dem Aufkommen eines gross-artigen Jahrgang stand. Die wichtigsten Elemente dafür sind wie folgt:

1.- Der Winter und die ersten Monate des Jahres waren regnerisch. Der Boden hat also während dieser Zeit viel Wasser gespeichert und Reserven gebildet, die für den ganzen Sommer gebraucht werden konnten.

2.- Danach folgte eine extreme Trockenheit zwischen April und Oktober. Besonders in den Tonböden und dank der Wasser-Reserven im Boden haben die Rebstöcke sozusagen überleben können, doch mit kleineren, sehr konzentrierten Beeren.

3.- Die Nähe des Genfersees im Lavaux-Gebiet hat den Rebstöcken eine relative Frische und Feuchtigkeit zugeführt, was zur Regeneration der Rebstöcke beigetragen hat.

4.- Die Geschmacksunterschiede zwischen den verschiedenen Terroirs und Appellationen waren markanter als gewöhnlich

5.- Am Zeitpunkt der Lese hatten die Trauben fast nur Weinsäure und fast keine Apfelsäure mehr.

Das ist genau, was wir dieses Jahr erlebt haben.

Passend zu unserer Anfrage nach der Ernte erscheint im Gault Millau ein Interview mit Martin Donatsch mit der vielsagenden Überschrift: «Die Ernte ist sensationell».

Gefragt nach dem Ergebnis antwortet er, dass er überglücklich sei. Nach den Frostjahren 2016 und 2017 hätten Sie 2018 eine nicht nur grosse, sondern auch qualitativ eine sensationelle Ernte einfahren können...

Lesen Sie hier das Interview in ganzer Länge ...

In Czech, and in my opinion, it is very similar like vintages 2015, 16, 17. Especially lack of rain and warmer climate. But in this year we had a pretty good quantity.

As you wrote, the problem with a low acids we fixed it out with earlier harvest. We had enough rainfall in the spring so vineyards had no so big problem in the summer to grow up and grapes start to ripen without bigger rain deficit.

In my opinion, it will be one of the better vintages. Healthy grapes, great quality, little bit better weather for red wines. For white wines I prefer a bit more rainfall (If we are talking about “wine of the century”) like in 2013 in Czech.

Here’s the news about my harvest and wine. As you know weather was really good in summer perfect for wine yard, except there was terrible hail and half of grapes were destroyed! My wine yard doesn’t stand out for it’s massive harvest, but this years harvest was half of usual. Quality of grapes was really high. I was pleasantly amazed.

Here’s amount of grape varieties:
Rkatsiteli-3000 kg
Mtsvane-900 kg
Jghia-900kg

Wine successfully went through fermentation, now it’s safely locked and we are waiting for Spring to open it. That’s all I can tell for now.

Bordeaux

2018: Per-fect! (just like in Luc Besson’s film “The Fifth Element”).


2018: Per-fect! (just like in Luc Besson’s film “The Fifth Element”).

Forget about the six months of rain which gave the viticultural world nightmares. They at least had the merit of replenishing groundwater reserves, enabling the vines to endure a dry, hot summer without coming to any great harm. And a fine autumn prolonged these ideal conditions.

A quick look back at a model grape harvest:

The eagerly awaited moment when the grapes begin to change colour, or veraison, commenced at the beginning of August. This phase proceeded rapidly in most cases, although in a somewhat more lethargic fashion in later ripening varieties such as Petit Verdot. At this stage, 2018 theoretically showed all the signs of being a precocious vintage. Sugar levels were still low and malic acid levels high.

We began our maturity controls at the start of this ripening period. They allowed us to envisage a first harvesting of Merlots before mid-September, or at the end of September, depending on the desired objective, and optimum maturities towards the end of September/beginning of October for the Cabernet Sauvignons, to limit the risk of any deterioration in their sanitary condition.

What first struck us was both the absence of any green, herbaceous notes in the grapes, and their incredible aromatic persistence. A whole fifteen minutes on the road in between vineyards was not enough to dispel the sensation of super-ripe red and black fruit jelly in the mouth. This exceptional attribute gave us reason to believe that we could have hopes of extraordinarily aromatic wines if we could succeed in transferring this quality from the grape skins to the juice.

Maturities progressed without hitch thanks to perfect meteorological conditions. The whites reached optimum ripeness at around the same moment as the first reds. Sugar levels rose rapidly and were high when the grapes were harvested. Malic acid levels fell significantly, frequently being recorded at below 1g/L as the Merlots were brought in, reflecting rare levels of maturity. The tannins mellowed and developed succulence. Berries were small, with skins that were uncommonly thick and resistant.

The colours, timid at first, showed more and more intensity with each control, and rapidly promised to deliver some remarkably deep red wines.

And this observation was soon confirmed by the producers when they began harvesting. They had rarely seen such intensely coloured juices after only a few hours of maceration before the onset of alcoholic fermentation.

In the same way, the musts soon showed themselves to be intensely aromatic, just as the grapes had led us to believe. They too were bursting with fruit – juicy notes of supremely ripe red and black berries, the immense persistence of which was the result of higher concentrations in odour-bearing molecules.

Alcoholic fermentations were slow and there was little rise in temperatures. Musts were naturally deficient in available nitrogen. However, the respect and mastery of basic principles enabled them to finish without difficulty and the work of extraction could then proceed smoothly and evenly. We very quickly discovered the point at which the wines reached optimum concentration, balance and harmony. We allowed the fermentation process to draw gently to a close, following up with short, cool macerations in order to not risk losing this delicate equilibrium in the face of high degrees of alcohol.

In spite of high concentrations overall, the wines remain elegant and highly palatable. After running off, the same soft, elegant characteristics are as apparent in the press wines as they are in the free-run wines.

Malolactic fermentations are in full swing, but in view of the low initial levels of malic acid, their impact from an analytical point of view is fairly limited. The “finished” wines have retained their luscious character, it only remains for them to be aged with respect to conserve their outstanding natural qualities.

If we were to summarize this 2018 vintage, we would have to say that it is prodigiously fruity and complex, with rich texture and superbly balanced structure. It is the result of a long, extended harvesting period, when nature permitted each parcel to attain optimal maturity in ist own time and without stress. The only slightly negative aspect has been wildly fluctuating yields. Although at this stage it is still difficult to evaluate, average volumes will almost certainly be on the moderate side, as the clusters were in the main rather small.

Inexorably, given these conditions, we are close to perfection with this vintage. And we would be delighted to present it to you in the very near future.

2018, LE PHÉNIX

What an astonishing year with, in six months, more rainfall than normally in a whole year! Except for a good flowering, the weather conditions made life difficult in the vines up till mid-July.

While the estate is totally committed to its conversion to organic growing, the season proved difficult. However, constant vigilance, dogged determination, rigour and monitoring on a daily basis enabled us to overcome these difficulties and bring in, on the one hand, a normal-sized crop, and on the other, a magnificent one –an amazing feat given the context.

From July 15th on, outstanding anti-cyclonic conditions set in and lasted right up till the end of the picking, the only interruption being a few necessary rain showers that arrived with perfect timing to restore the vines’ energy. While temperatures were high, they were never extreme, unlike the 2003 vintage, for example. The nights were cool, and the substantial water reserves brought by the spring rain, enabled excellent photosynthesis to take place. The grapes were able to ripen without ever being burned by the sun, resulting in a vintage marked by the freshness of its fruit character.

At Angélus, with a harvesting tailored to the grapes’ ripeness, the thick-skinned berries reached perfect ripeness, producing refined, velvety tannins. The grape pips ripened very early, displaying a dark brown colour -a rare occurrence that merits mentioning, and which helped provide outstanding, stable polyphenol qualities. Despite the very hot summer, the acidities were maintained right to the end, giving the first wines tasted a sapidity, balance, freshness and elegance worthy of the greatest vintages.

2018 ist ein ausgezeichneter Jahrgang, für uns auf Château Carmenère war der Sommer ideal mit viel Sonne und völliger Abwesenheit von Fäulnis.

Die nördliche Lage des Weinguts Château Carmenère lässt die Weinstöcke nicht zu sehr unter Dürre und Hitzewelle leiden, wir sind von Wasser umgeben, die Mündung der Gironde ist 3 km und der Atlantik 10 km entfernt. Ich denke, das ist ein echter Vorteil für 2018, da es für die nächsten Jahrzehnte sicherlich heißer und trockener wird. Unser Terroir hat schöne Tage vor sich ...

Wir haben die Weinlese am 1. Oktober begonnen und am13. Oktober beendet.

Wir freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen, damit Sie diesen neuen Jahrgang probieren können. In der Zwischenzeit arbeiten wir an der Cuvée, bevor wir die Weine für 24 Monate in die Fässer füllen.

The first six months of 2018 were marked by precipitation records. But August, September and October were dry and hot. The harvest was easy, simple despite a large sorting. The winemaking process revealed the high potential of the vintage very early, a very intense color, a rich and upright palate.

The big win of the vintage is the cabernet! Franc or Sauvignon, its aromatic is exceptional, ultra complex, rich but fresh and fine.

Our old vines have produced this year a wine that is difficult to describe as its personality is singular, in a floral register ( the violet) and very long in mouth.

At Clos Louie, this wine will be a reference after the superb 2016. In addition, it will be for us the first vintage Biodyvin certified.

“At Clos Louie, this wine will be a reference after the superb 2016.”

Clos Louie

My point of view on 2018 Vintage:
Excellent quality on a general basis. Excellent quantity expect for those which has been hit by mildiou and hale. Greater problem with vineyards operating in bio. The alcoholic degree is going to be above usual standards, but we should not feel it that much as most of the wines have an excellent acidity, a good balance and mature tanins.

I don’t know if we can talk about a new vintage of the century, but is obvious that globally speaking it is going to be an excellent one, with some great bottles.

As far as Domaine de Courteillac 2018 is concerned, we are very happy with the quality, fresh, fruity and deep, but a little disappointed with the quantity although still being at a good level.

Unfortunately last harvest is the lowest quantity we harvested since 50  years... But we are very happy about the quality.

The mildiou affected the most important part of our merlots! The cabernets and Malbec didnt suffer as the merlots  by the mildiou. The grapes we harvested are so nice but the quantity is very poor...

The weather was very hard during spring and begining o f summer (harder for organic growers) and perfect after. The maturity of the grapes was perfect but the quantity very affected by the rain during spring.
We are not sure to be able to produce "normal Coutet" this year because of the low quantity and the blend (very different as all the other vintages...) but we are sure to produce a very nice Demoiselle de Coutet

I will let you know what we will do exactly, it s too soon now.

The Makings of Greatness

“Give me the best grapes in the world and… I’ll try”: Emile Peynaud’s reply to a client who wanted to produce the world’s best wine.

At this stage, we are working under optimal conditions. Despite an extremely wet winter and spring – which led to the most aggressive mildew we’ve ever experienced, and which was hard to control this summer and therefore impacting the quantity of our harvest – summer was hot with low temperature variation (similar to 2016, or even 2009).

However, for the last few days, daytime temperature variation has been particularly high, with lows of just a few degrees in the morning and highs of 30˚C in the afternoon (2010 vintage conditions). This, of course, has an extremely positive impact on the quality of our fruit. We couldn’t have wished for better; these fluctuations allow the vines to absorb water and nutrients in the night and to transpire during the day.

There is a general sense of calm and composure because, with favourable weather conditions, we can harvest each plot and grape variety when we want and without pressure.

At Fieuzal, harvesting of the whites began on the 4thSeptember and ended on the 20thwith a plot of Semillon where we obtained noble aromas characteristic of the south of our region.

The whites are currently fermenting in barrels – some oak and some acacia – which allows us to preserve the intrinsic qualities of each plot and grape type.

I would classify the 2018 whites with two distinct profiles: to begin with they were tight and vivacious (pH 3.2) with alcohol potential varying between 13 and 14 degrees. Then, as harvest went on, the pH rose very slightly but with alcohol potential remaining the same. The wide palette of structural and aromatic qualities already promises excellent opportunities for the Abeille and Fieuzal white blends.

We began harvesting the reds on the 21stSeptember, starting with the Merlots as usual. There is a team of 70 people active at the moment in the Fieuzal vineyards.

The berries are small, rendering little juice, but with superb concentration. Alcohol potential is around 14 degrees, with superb levels of acidity and skins that must be worked with care… That’s as much as I can share with you at this stage! It’s a real pleasure to work on a vintage for which expectations are high and there is great promise.

Dank der besonders guten Wetterbedingungen konnten die Trauben in aller Ruhe in einem perfekten Reifezustand gelesen werden.

Jetzt können wir die wohl besten Merlots verkosten, die jemals auf Chateau Phelan Segur erzeugt wurden. Sie sind füllig, gehaltvoll und haben eine Tanninstruktur von erheblicher Finesse und Präzision.

Die Cabernet Sauvignons sind einfach großartig. Sie steuern Frische, eine kaum vorstellbare Kraft und rassige Tannine bei.

Ein rundum gelungener Jahrgang: wundervolle Fruchtigkeit, Komplexität, Ausgewogenheit und Geschmeidigkeit.

We are very satisfied with the 2018 vintage; after a very, very difficult spring (humidity and mildiew), we had very good summer and fall.

We got very ripe fruit and tannins, and we could chose precisely the date of picking of each plot of vineyard.
The result is fantastic and we have also a good level of acidity (limestone soils and subsoils).

It will be probably a great vintage at Château de Pressac.

Great vintage: High level of flavor, with unusual character: ripe, spicy, and voluptous!

Andrew Black, der renommierte britische, in Bordeaux lebende Weinpädagoge und Journalist, hat sich wie jedes Jahr umgehört, um herauszufinden, was wir vom gerade geernteten Jahrgang 2018 erwarten können. Hier ein paar gesammelte Stimmen...

The Vintage in Champagne is, at that stage, unbelievable. An unknown combination of ripeness, beauty of the fruits and quantity. Most of the wines have now finished the first fermentation, some having been picked at or above 13° (yes, one three) with ph between 3.1 and 3.25 so I don’t fear a lack of acidity.

My only concern is that the amazing yields (between 50 to 100% higher than usual, even at Jacquesson!!!) may be the cause of some dilution in some wines. But we have not noticed such a tendency yet so we are still hopeful that yes, it could be a vintage you see only once during your entire career.

For our domain, this vintage was particular and special. With our viticulture, we always produce lower quantities compared to the maximum authorized by the comitee. This year we were just at the limit. The winery is full, so we can say for a special year the quantity was exceptional!

Regarding the quality of the wine and a possible wine of the century, it’s early to say it… and as you know, in Champagne we need time before making wine, especially vintage.

In tank as in barrels, the wine took his time to do the alcoholic fermentation, going fast first and then reduced the speed at the end to finish it clearly. We still stop the malolactique one.

After few weeks now, the wines are pretty good. We can really feel the expression typical of each plots and terroir. The well balanced sweetness of the ripe grapes with the acidity from the Côte des Blancs. We can easily find the typicality of the chalkiness and bitterness without imperfection.

In few weeks and month, the moment of Vins Clairs will clearly show us the the result of this vintage before the bottling. Without speaking of the vintage of the century, we can clearly identify a good vintage after a special year.

Vintage 2018 has an exceptional quality. A wonderful year after 2 years with very low volume.
We began to harvest on 3rd September at Château du Coing on the highest parcels near the windmill of Coing. The weather was perfect the whole week so we harvested without rain the other parcels near the castle with parcel selection. On 10th September we harvested the Chardonnay in good conditions and we obtained quality juices. On Monday 17th September we harvested our Gros Plant with sunny weather.

The juices were concentrated and aromatic. The village Appellation Monnières-Saint Fiacre has been harvested in the best conditions and we expect a beautiful vintage 2018. We began to harvest on 18th September 2018 the Château de la Gravelle and Grand Fief de la Cormeraie which are grown organic. The weather was still sunny, and we had not a single raindrop.

We harvested nature juices at more than 12° alc./vol., which is exceptional. The harvest of the grapes of the Village Appellation Gorges occured under good conditions, always with sun. The harvest took an end on Tuesday 25th September 2018. It was a wonderful harvest, the tanks are full.

Today the juices are in fermentation. The fermentation is going on quietly under control of the temperatures. When the fermentations will be finished, we will begin the tasting. Then we will know more about the quality of the wines in December with the first comparative tastings.

At Domaine des Huards, we are very happy with 2018 vintage. We had exceptional sanitary conditions of the grapes. In order to keep the freshness of the fruit with the best acidity as possible, we have harvested quickly early September and mainly at night time, from 4am to 10am.

All of our five grapes were ripe within a window of 15 days! We are very happy with the balance of our 2018 wines and finally did not suffer of low yields because of drought. If it is not the wine of the century, it will definitely be one of it.

“At Domaine des Huards, we are very happy with 2018 vintage. ”

Domaine des Huards

Due to the continuous heat throughout the summer, I harvested the grapes earlier than I do in a usual year.  I wasn’t concerned about the health of the grapes - all the bunches remained very healthy up until the end of the harvest – no, the challenge of this vintage was to preserve freshness. So, as soon as the grapes started to reach aromatic maturity, the team set to work (we were the first to start harvesting in the appellation area).

To preserve the acidity of the juices, the extraction work was very gentle and I set the maximum pressure of the wine presses at a lower level than usual.

At the juice stage, the 2018 shows itself to be a sunny vintage and we have degrees of around 13% - the whites are broader than in the very typical Loire vintages such as the 2017 or 2014 and the reds are fabulously well built.

Is too early to talk about this vantage the malolactic fermentation is not made, then we don’t know really in which way the wines are going to.

We can only say that is a surprising year, for quantity, for ripness, for acidity too (that is why we need to wait the end of the malolactic).

We will remember for years of 2018 Vintage.

After an abundant budding, the vintage seemed to be generous. But it was underestimating on the vagaring of Spring, which turned out to be extremely rainy, with more than 300 mm of precipitation in April and May. Without any help of the Mistral, the atmosphere was hot and wet, offering perfect conditions for Mildew development. “Never seen such a Spring” told us our Elders.

This season required an investment of every moment for our team, especially for our vineyard, grown organically. Luckily, the summer was hot and dry, providing favorable conditions for producing and harvest grapes of excellent quality at full maturity. Marked by low yields (17 to 20 hl/ha), our 2018 wines have a beautiful elegance, delicate tannins and an outstanding balance. A seductive vintage, under low allocation.

Very very small harvest, the heavy rain of the spring established (constituted) of good hydric reserves which prevented a hydric stress afterward, slow maturation, necessary risk-taking with late harvests to reach (affect) a big sharpness (delicacy) of tannins, a big elegance and a length.

Quantity ultra limited. Maturity obtained in October.

Weil die Parzellen in Châteauneuf-du-Pape vom Schimmel befallen sind (das gab es seit 1946 nicht mehr) wird die Familie nicht alle Cuvées dieses Jahrgangs produzieren können. Auf Gigondas stehen Quantität und Qualität im Mittelpunkt. Die ersten Verkostungen beider Appellationen zeigen eine große aromatische Komplexität und eine elegante Struktur, die an die Jahrgänge 2012 und 2006 erinnert.

Starker regnerischer Frühling, heißer und trockener Sommer, Regenregen am 12. August, der jede Blockade der Reife verhinderte... Alles war fast perfekt, abgesehen von Mehltau, der die Menge der zu erntenden Trauben erheblich reduzierte. In Châteauneuf-du-Pape sind alle Parzellen des Anwesens betroffen, La Crau West hat den Zorn der Natur erlitten, es konnten keine Trauben geerntet werden und es wird keine Cuvée "La Crau Ouest" geben. Die schönen Trauben, die auf den Parzellen "Les Saintes Vierges" und "Le Pied de Baud" geerntet werden, werden es ermöglichen, diese Weine in sehr geringen Mengen herzustellen. Gemeinsam mit Gigondas: Das Erntefenster war perfekt in Domaine Santa Duc. Shiraz trieb frühzeitig aus, was für die Frische der Früchte gut war, Grenache hat viel Finesse und Mourvèdre eine ausgewogene, konzentrierte und elegante Balance.

Benjamin Gras: "Dieser Mehltau-Angriff war in Bezug auf die Quantität unglücklich, aber die Qualität ist auf dem Rendezvous mit einigen Plots von sehr hohem fliegenden sowohl aromatischen Niveau in Bezug auf die Struktur. In Gigondas waren die Mehltauattacken schwächer und weniger aggressiv als bei Chateauneuf du Pape. Sie spielten schließlich die Rolle eines Ertragsregulators, während die Leistung der Trauben sehr wichtig war. Im Jahr 2018 erlebten wir eine "lebensgroße" Vorstellung, über die im Weinberg so viel gesprochen wird: über das Gleichgewicht der Natur. Letztendlich haben wir trotz dieser Herausforderung und dank eines schönen Wetters - 3 Wochen Ernte unter Morgensonne ohne Morgentau - Trauben in einwandfreiem Sanitärzustand geerntet. Die Weine haben eine gute Balance, einige werden bemerkenswert sein »

Die ersten Verkostungen zeigen das Profil dieses Jahrgangs 2018: kontrollierter Alkoholgehalt, Eleganz, feine Tannine und frische, tiefe Früchte.

We got an exceptionnal amount of rain during the spring season in the Southern Rhone Valley. It was very unsual...

The diseases pressure was very strong. The frequency for spraying was very high and very important to avoid to loose to much crop. That’s why the crop is the South is very low. Lower than 2017...

Then the summer and back season were dry and warm. Fortunately, because the pressure got down.
So, it’s was an easy vintage in terms of quality, the most important was to choose the good timing for picking.
The first impressions are good. The acidity is not too bad as written in the press.

After, in the Northern part, it is again a great vintage. For me, in the middle of 2015 and 2017 in terms of quality But the good point, the crop is big.

Here we are… We are always more clever in November!
 
2018 is a non-common vintage. As we already said the beginning on the season was quite humid down south west.

The summer was quite hot and dry. By the way, the harvest was conditioned by the rain. Indeed, the hot august tend to stress a bit the vineyards. But as we had a lot of water during the spring the vines were quite good looking especially on the clay soils. From place to place we had little rain in September which allowed the maturity to go faster but finally we harvested on “normal” date.

Globally, the yields are a bit less than a “normal” vintage, but not as bad as 2017!

As we had hot temperature in august and September we loose a bit of acidity in the berries and so in the wines too. This is not a problem because usually we need to correct the acidity as we used to have too much!
Anyway, we achieve to pick nice bunches without botrytis. The balance of the wine is good and we are waiting for the malolactic fermentation on the reds.

The first tastings are quite interesting as we have a lot of fruit especially on the reds. We will have wines with a nice texture, really round and full.

I will not say that it is the vintage of the century for the south west for the moment, but it should reveal itself during the aging. If I have to compare I will say that 2018 is a mix in between 2003 and 2005. Finally we have a really “solaire” vintage even if it was my rainiest one!

Die Ernte hat unter sehr guten Wetterbedingungen begonnen, am 15 September für die Weißweine, am 4. Oktober für die roten.  Nach kaltem Winter und regnerischen Frühjahr, nahm im Juni die Sonne ihren Platz am Himmel von Cahors wieder ein. Ein warmer und trockener Sommer, gespickt von gelegentlichen Schauern im August, brachte Malbec, Merlot &Co. zur vollen Reife im Herbst.  Perfekt gesunde Trauben erlaubten uns erneut im Keller ohne Zusatz von Schwefel zu arbeiten, wie es bei uns seit einigen Jahren Sitte ist.

Abwesend im Jahrgang 2017 wegen der starken Frostschäden, gaben die weissen Trauben in diesem Jahr einen schmackhaften Most, der ohne Zwischenfälle zu frisch-fruchtigen Wein vergoren wurde. Der relativ frühreife Merlot zeigte vollreife Kerne und Schale, mit feinen Tanninen, reifer Frucht und Würze, während der Malbec unsere Qualitätserwartungen schon zu Anfang der Ernte überstieg...

Nach den Gärungen erwiesen sich die Weine moderat im Alkohol, erstrecht für einen so warmen Jahrgang, mit erfrischender Säure und reichhaltigem Bouquet. Auf erste Sicht, erinnert uns dieser Jahrgang an 1990, mit einem frischen Grundcharakter, feiner Gerbsäure und sehr expressiver Frucht und Würze. Rendez-vous nach drei Jahren Lagerung, um diesen Eindruck zu überprüfen...

Währenddessen haben mehrere neue Jahrgänge unseren Keller verlassen: Unsere Klassiker – Château du Cèdre, Le Cèdre und GC – aus dem Jahrgang 2015, sowie unsere schwefelfreien Naturweine Extra Libre Le Cèdre 2016 und Extra Libre 2017. Letzterer ist der einzige Wein, den wir im Frostjahr 2017 hergestellt haben.

In Vorfreude darauf, diese Weine mit Ihnen in Frankreich oder andernorts zu verkosten, schicken wir Ihnen herzliche Grüsse aus dem Keller und den Weinbergen von Cahors und wünschen Ihnen eine frohe und festliche Weihnachtszeit.

Jean-Mark und Pascal Verhaeghe


Die Trauben im Jahr 2018 reiften langsam, aber kontinuierlich, sodass wir einer langen Lese gegenüberstanden. Der Frühling war teilweise sehr nass und Anfang Juli begannen wir damit Trauben auszudünnen, um dadurch ein natürliches Gleichgewicht zu schaffen.

Ende Juli begann dann eine langanhaltende Trockenperiode, welche aber immer wieder mit den für die Trauben dringend benötigten Regenschauern durchsetzt war. Kurz vor Beginn der Lese hatten wir dann heftige Regenfälle mit bis zu 170mm Wasser pro Quadratmeter. Wir rechneten mit dem Schlimmsten, aber die Wettervorhersagen für die nächsten Wochen - welche weitere heftige Regenfälle prophezeiten- stellten sich glücklicherweise als falsch heraus.

Im September hatte der Sommer ein Comeback mit Temperaturen bis zu 33 Grad Celsius. Gleichzeitig waren aber die Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sehr groß, bis zu 15° Grad Temperaturschwankungen, was den Trauben die perfekte Grundlage für eine optimale Ausreife garantierte. Die phenolische Reife, die komplette Ausreife der Traubenkerne, erwarteten wir in der dritten Septemberwoche, sodass wir die Hauptlese am 10. September beginnen konnten. Die Lese endete am 19. Oktober mit der Lese der höhergelegenen Weinberge an den Hängen zwischen 400m – 500m über Meeresniveau.

Die gelesenen Trauben hatten einen perfekten Zustand und sowohl die Qualität, als auch die Mengenerträge waren sehr gut. Die Trauben, die zur Trocknung in unser Weingut gebracht wurden, zeigten sich ebenfalls in einem vielversprechenden Zustand.

2018 vintage, in terms of weather conditions, could be considered a normal year except a little bit of unusual rain until mid of June.

The winter was great cause we had good snow and low temperatures, the snow helped to have a good reserve of water in the soil after the dry 2017 vintage, and the low temperatures helped to kill the bacteria in the soil. We had a good spring with great weather so the shoots grew up well. After that we had a bit of rain until the mid of June, but then temperature started to warm up a bit with great sunny day. During the summer we didn't have so high temperature, and the weather was good until the last days of the harvest so we didn't have much problems with diseas. We started the harvest the 12th of September with Dolcetto and we ended the 9th of October with Nebbiolo.

This vintage seems to be a great vintage in terms of quality, but also quantity, it promises to be a elegant vintage, with great flavour and aromas but also good structure and acidity, in few words the wine, if we can already call it like that, has a good balance.

I always like to involve you in our company life and I would like to inform you that harvest 2018 has been a very difficult throughout the whole country due to the frequent rainfalls in the first part of Summer which caused downy mildew and the heavy rainfalls in August that damaged the Primitivo and Nero d'Avola.

As we always say at Farnese: "tough harvests are always welcome, they help increase the gap between our competitors and ourselves; having 20 winemakers harvesting, allows us to work as a boutique winery, with a professional for every single batch of grapes. I will not go into details on how we managed to tackle the situation but from what we tasted, I can say the whites are excellent, the roses too.

We will have to wait a bit for the reds to finish fermenting, but I can say that the only problem we might have is concerning the amounts available, because in order to protect the quality, we had to be very strict in the vineyard, letting many of the grapes fall to the ground, as they would have ruined the final result of the harvest.

Despite everything, we are feeling calm and we are convinced that in the January tasting we will be able to taste excellent wines. To avoid any problems concerning availability, I would advise you to reserve the wines you need to avoid getting out of stock.

The 2018 vintage will be considered one of the most heterogeneous in recent years. The winter months were characterized by heavy rains that filled the 2017 water deficit. The temperatures remained average on the average, with a moderately harsh winter and characterized by a wave of intense frost (up to - 13C °) that hit our territory between 26 and 28 February. This phenomenon did not cause damage to the vines as they were all still in vegetative rest.

Spring has recorded temperatures above the seasonal average, with abundant rainfall, so much so that it has been the rainiest season of recent years. The operations in the vineyards have therefore been calibrated on the basis of this abundance of water for the vines, unlike in 2017 many more early defoliation have been done, the mowing and control of the weeds have been done more intensively, the working of the land they have been reduced.

The summer was characterized by high temperatures but interspersed with storms that have maintained a perfect water status in the soils and consequently a balance of the vine.

The month of September was decidedly beautiful, the high pressure remained on our territory until October 10th. This allowed us to plan the harvest in a meticulous manner by making a double choice of grapes on all the company vineyards, even on the most prestigious vineyards, we made a triple choice, going to select each bunch to increase the already excellent quality.

2018- es wird tropisch

Das Weinjahr 2018 hat den klimatischen Trend der letzten Jahre nicht nur bestätigt, es ist das klarste Exempel der Topikalisierung des Klimas der Alpen. Die Topikalisierung in der Piana Rotaliana lässt sich an drei Faktoren festhalten: höhere Durchschnittstemperatur, mehr Niederschläge (sowohl mehr regnerische Tage als auch mehr Niederschlagsmenge) und Intensivierung extremer Phänomene.

Winter: ein schneereicher Winter, nicht besonders kalt aber Schnee und Regen haben unsere Rebstöcke gut hydriert. Eine Ideale Ausgangslage für das Frühjahr.

Frühling/Sommer: am Anfang trocken, dann regnete es oft. Fast jeden Tag ein Gewitter. Der alpine Wald wird zum Dschungel, unsere Weinberge ein Lianen- Dickicht. Es fehlen Bananen, Tarzan und Jane und das Bild wäre perfekt. Der Pilzdruck ist enorm, wir kratzen gerade noch die Kurve.

Herbst: Beginn der Ernte 27. August, am 12. Oktober haben wir die letzten Trauben gelesen. Es war eine lange Lese geprägt vom extrem trockenen und warmen Herbst, die Trauben waren in einem perfekten Zustand, aufgrund der Wetterbedingungen konnte zum optimalen Zeitpunkt der Reife gelesen werden. Säuere und tiefe Tanninstruktur sind weniger präsent, Weine sind von der Frucht geprägt, weich, rund. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht waren sehr gering, mit der Erntemenge sind wir zufrieden.

Pinot Grigio: reif, würzig und barock.

Manzoni Bianco: trotz des warmen Wetters zeigt er frische und Präzision. Bis jetzt unser Liebling in diesem Jahr. Es wurden einige Experimente mit ihm durchgeführt mit verblüffenden Resultaten.

Nosiola: reif und spät gelesen, zügige Gärung noch undefiniert, aber vielversprechend.

Teroldego: die Gretchenfrage: „Nun sag, wie hast du’s mit dem Teroldego?“ man konnte lesen, warten, lesen, warten. Was für ein Dilemma, mit dem wir in den kühlen Alpen selten konfrontiert sind. Aufgrund der Wärme und Trockenheit konnte man lange mit der Lese zögern: Botrytis, Fäulnis- Fehlanzeige. Doch jeder Tag der verging brachte Zucker und der sonst knackige Teroldego wurde rund, kugelrund. Wir haben, früh und spät gelesen. Nicht alle Weine sind trocken, unsere sonst leichtflüssigen Keller- und Weinbergshefen hatten gerade mit den Granato- Pergeln etwas mehr Mühe den reichen Zucker in Alkohol umzuwandeln, der 30% Anteil an ganzen Trauben hat zur Komplexität und Finesse beigetragen. Wir warten auf das Ende der letzten Gärungen, um ein klares Bild der Lese 2018 zu haben.

“Even if 2018 vintage has been rather difficult, the harvest can be described as an excellent harvest in the books of Gavi.”

Giustiniana

Even if 2018 vintage has been rather difficult, the harvest can be described as an excellent harvest in the books of Gavi.

2018 has been a year with plenty of rain. On one side this situation restored the water reserves which suffered after the very dry 2017 vintage, on the other side the rain helped the vegetative growth.

The fresh and humid summer, brought a larger vegetative growth so we had to proceed with thinning.

The month of September helped us with warm and windy days and a nice temperature variation which ripened the grapes in healthy conditions.

The harvest started in the last ten days of September with a regular production in quantity, compared to regular vintages, and +20% compared to 2017 quantities.

The new wines are now on the fine lees, thanks to the above mentioned weather conditions the quality is expected to be stunning.

So, following a cold winter with lots of snow on the mountains, a very warm April unexpectedly dry, closing with a week of freezing wind. Many olive trees, especially the Frantoio die or lose a branch. Followed by rainfall, rain and more rain. A busy spring, forcing us to spray vines even twice a week. At the end of June, while it rains all over Italy, Lucca goes dry! For 3 months, except a small shower in the middle of the harvest, on September 11th, a hot wind blows unrested at 30/35°C. It rains in Chianti, in Pisa; it even rains in Sardegna, but not a drop in Lucca!

Harvest starts on August 28th and finishes as early as September 20th always under backing Sun. Grapes look like the 2017, not much, dry and light in weight, a very small yield per hectare, yield per must reduced to 50%. Wine is beautiful, fruitful, warm and enveloping, nice ripe tannins, but too little.

This year's harvest has been very good. We have had a good maturation caused by the hot days and the cold nights, avoiding any fungal problem. In addition, the spring has been rainy causing a stable maturation of the grape. All this has generated a more generous harvest in terms of quantity and very good quality.

There is a high concentration of sugars, especially in red grenaches, which are expected to be warm wines counteracted by good acidity.

Nach vielen Wochen im Weinberg haben wir eine der längsten, härtestesten und schwierigsten Ernten abgeschlossen, an die wir uns erinnern können.

Jetzt kommt die spannende Zeit der Vinifizierung, der Cuvierung. Die Fusion der Weine, um daraus das Beste zu kreiieren.

Ja, jetzt nähert sich der Moment der Verkostung dessen, was uns unser Land gegeben hat.

Here we are after a complicate but NICE harvest from which I’m really happy. The combination could not be better if what you are looking for is not to much extraction, a lot of fruit and freshness... specially when you are working in the Mediterranean see ... so I can not complain at all and I’m happy with the first results.

We had a rainny and cold winter – for Mallorca- and a moderat spring. It was wet and we had to deal with some mildiu but tees and infusions with Equisetum Arvensis, the use of biodinamic preparations and low cupper doses... provide us good results... so during spring we had to be there – but this is our job- and then a nice June and July appeared. Not to warm, so the plants could develop well. We had some warm days at the end of July and beginning of August and we started harvesting the 9th August... since then we had good weather until the middle of September when we had focused storms. Fortunatley they did not afect us and when they did almost all grappes where harvested.

So lowever ph than usually, nicer acidities and tension, freshness... we can not complain... now it’s time to take care of them and continue doing all our best.

2018 has been a very rainy year with over 600 mm of rainfall so far when the average for the last 3 years has been less than 400mm. At the beginning of August, however, the thermometer showed 40ºC but we managed to retain an annual average of 15ºC which is much more similar to the temperatures we’d expect.

Whilst the 2017 harvest began 10 days early, this year we began at the normal time of year starting with the Macabeus on the Plana plot on the 22nd August after some heavy rain which increased the pressure of Botrytis, particularly for the Sumoll and Macabeu. More rain on the 12th and 18th of September meant that we had to move quickly for the Xarel·los and after 1 month the harvest on the estate was finished.

This year we saw an average yield in the vineyards, around 5.500 kg/ha, a remarkable 55% increase on the previous year. However, whilst the actual number of grapes was low, the rain allowed for a good grape development seeing nice balance in ripeness. In order to achieve this, some plots had to see a very strict selection process due to the Botrytis pressure. In summary we are happy with the quality of the vintage and to see the vineyards’ water supply fully replenished.

This year in Portugal instead of Central Europe, we have a cold summer. Only 4 days of extreme heat in August followed again to 27c. With this, naturally the harvest happens later than usual.

In Quinta da Pellada-Dão we start at 17 September and finish 10 of October. It was a very calm harvest!
No rain, perfect grapes.  We tried to didn’t damaged! :)

20-30% lees production because míldio ataques (wet and colder June and July)

Herdado do Portocarro

Die Weinernte 2018 war nicht leicht!

Wie die meisten Ernten in Portugal (Mais, Reis, Gerste, Mandeln und alle Obstplantagen im Allgemeinen) kam die diesjährige Ernte zu spät und mit Aufschrecken! In Portocarro wurden erst am 3. September Trauben geerntet, fast drei Wochen später als im Jahr davor.

Das landwirtschaftliche Jahr war im Allgemeinen sehr mild und gemäßigt. Der Regen kam zwar spät aber dafür stark, was die Arbeit am Weinberg erschwerte und uns dazu zwang, die Trauben frei von Pilzen (Mehltau) zu halten. Alle diese Faktoren verzögerten die normale Entwicklung der Reben und folglich der Trauben.

In den ersten Augusttagen, wenn sich die Trauben normalerweise bereits in einem fortgeschrittenen Stadium der Reifung befinden, hatte es dieses Jahr es noch nicht einmal begonnen… Wir hatten 3 - 4 Tage Temperaturen zwischen 45 und 50 Grad, was Verbrennungen der empfindlichsten Sorten mit schwacher Schale verursachte und damit zum Traubenverlust führte, insbesondere der weißen Sorte.

Dennoch, mit sehr viel Mühe und dank der strategischen Lage in der Nähe des Atlantiks, wurden wir mit nächtlicher Frische und Seewinden gesegnet, die zur Aufrechterhaltung der Qualität des Rohmaterials beigetragen haben.

Wie bereits erwähnt, haben wir mit der weißen Traube „Sercial“ begonnen und dann am 3. September ging es weiter mit der „Galego Dourado“. Die Moste zeigten einen unglaublichen Charakter, Frische und Säure am Gaumen, sehr mineralisch und auch fruchtig, sowie Zitrusfrüchte und weißes Fruchtfleisch (Birne und grüner Apfel). Wir entspannten wir uns, als uns klar wurde, dass wir wieder tolle Weine herstellen würden. Da es sich um ein Merkmal unseres Weinguts und unserer Philosophie handelt, wollten wir keine sehr alkoholischen Weine herstellen. Wir bevorzugen die frischen, sauren und fruchtigen Weine.

Wir machten mit den Rosés weiter, die alle auf der Rebsorte „Sangiovese“ basieren. Diese sandigere Sorte, die dem Wein mehr Mineralien und Frische schenkt, wurde auf unseren beiden Weinbergen geerntet. Wir haben noch eine weitere Sorte, die etwas näher am Fluss wächst, allerdings in geringerer Menge, jedoch mit einem höheren Fruchtanteil und ausgewogener Säure. Hier hatten wir keine Produktionspausen und die Qualität der Weine (Rosé und Rot) ist unglaublich.

Wir setzen die Ernte mit unseren mehr "atlantischen" Weißen Sorten fort, auf den Weinbergen von Grândola und Melides, ca. 3 - 4 km vom Meer entfernt. Schöne weiße Trauben, fruchtig, voller Charakter und Frische. Es tut uns leid, dass wir aufgrund der Augusthitze nicht die Menge an Trauben ernten konnten, die unsere Reben anbieten.

Unsere jahrhundertealten Weinberge, die wir liebevoll pflegen, konnten den widrigen Bedingungen, die August uns brachte, nicht wiederstehen. Wir hatten leider nicht genug um Wein herzustellen. Nur minimal greifen wir bei diesen Rebstöcken ein, denn wir wissen, dass es aufgrund ihrer jahrhundertealten Geschichte fast ein Verbrechen wäre, zu versuchen, sie zu manipulieren.

Mit den Rotweinen war es anders. Sie konnten den widrigen Bedingungen standhalten. Trotz Gewichtsverluste, hatten wir Trauben von sehr guter Qualität die nach frischem Obst schmecken (unser Wahrzeichen), und mit viel Charakter und seidigen Tanninen. Die physikalischen und chemischen Eigenschaften erlaubten eine verlängerte Lagerungszeit, in dem magischen Ambiente unserer Weinkeller. Hinweise, die uns inspirieren, einige Special Editions herzustellen, die wir mit viel Ruhe und Zeit entwickeln werden.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass zwei Monate nach Beginn der Weinlese und nachdem wir die Traubenmengen für die Weißweine, Rotweine und Roses bereits definiert haben, können wir diese Weinernte nicht als "Ernte des Jahrhunderts" bezeichnen. Es wäre anmaßend das zu behaupten, weil wir verstehen, dass die Weinernte ein wesentlicher Bestandteil unserer Weine ist. Daher glauben wir, dass wir im Laufe der Zeit und mit dem langsamen und natürlichen Fortschreiten der Lagerung, qualitativ hochwertige Weine haben werden. Wir haben wie immer versucht, das zu tun, woran wir glauben. Wir haben auch versucht, dass unsere Weine den wahren Charakter unserer Region enthalten.

Wir glauben absolut an das Terroir. Wir glauben, dass dies den Weinen von Portocarro ihren Charakter verleiht. Aber um zu glauben, dass wir einzigartige Weine herstellen können, müssen wir die Umgebung um uns herum respektieren. Nur so können wir, wenn wir einen Wein aus Portocarro probieren, die Herausforderungen verstehen, die uns jedes Jahr bereitet hat - so können wir alle unsere Jahrgänge von 2003 bis 2018 erkennen. In diesen 15 Jahrgängen haben wir niemals die gleichen Weine hergestellt. Alle Weine wurden durch das landwirtschaftliche Jahr geprägt. Sie enthalten unverkennbare Spuren der Region, in der sie entstanden sind. Der Boden, in denen die Reben gepflanzt werden, die Nähe zum Meer, der Bach der die Weinberge durchquert, die intensive Sommerhitze während des Tages und die kalten Nächte und feuchte, die den Weinreben die nötige Gelassenheit geben, all das prägt unsere Weine. Sogar auch die kalten Winter, die den Weinreben helfen, sich auf ein weiteres Jahr vorzubereiten!

Wir überlassen das Einschätzen der Qualität unseren Kunden. Wir glauben, dass wir ein Jahr mit hervorragenden Weinen haben. Wir haben fruchtvolle Rotweine, jedoch ohne übermäßige Reifung. Wir hoffen und haben die feste Überzeugung, dass die Ernte von 2018 in 1, 2, 3 oder 10 Jahren noch im Gespräch sein wird. Wie immer ziehen wir vor, dass unsere Kunden die Qualität bewerten, nicht wir. Es ist unsere Aufgabe, ihnen zu zeigen, was die Weinberge von Portocarro dieses Jahr geboten haben.

Michael Havens from California American Terroirs with a short reflection on the growing season:

After a very good Spring, with some needed rains in March and April, the growing season across both Northern and Central California was quite moderate, cooler than the last 2 years and cooler than average.  But only one rain event (in late September) made it's way into the region before harvest was complete, and good drying winds followed that.  The results reported widely are relatively high acid levels, good physiological maturity of the grapes, and excellent flavors.

There were fires in the mountains of Northern California in July. The smoke from those fires may have affected some high mountain vineyards, but not the coastal valleys, as it remained at high altitude. However, that smoke did block some solar incidence, and thus cooled the Summer. This has led some to liken the year to 1991, when Mt. Pinatubo in the Philippines erupted and occluded sunlight over much of the world, leading to a cooler than normal growing season. That in turn is regarded as one of the great vintages of the last 50 years here. It is too early to make the pronouncement that 2018 is another 1991, but the discussion about the parallels is active at this time.

Mild winter resulted in below-average rainfall. Most of the winter rain came in March. That was late enough to keep the vines going through summer and into harvest without too much water stress. Weather during bloom was perfect and allowed all varietals to set a full crop. Yields from our zinfandel vineyards were above-average.

Chardonnay and bordeaux varietals at Monte Bello were just below-average, down about 10%. Summer weather was warm, but not hot like ’17.  Fog in August allowed the vines to slowly ripen and do so uniformly. It’s rare to have zinfandel do that, but when it does, the resulting wines are superb. 

2018 zinfandels are excellent, possessing deep color, rich tannins, and amazing depth of flavors. They will age beautifully. The Monte Bello bordeaux lots are also of superb quality. Natural yeasts took much longer to ferment. To avoid pressing off sweet, we kept the fermenting juice on the skins longer-than-normal. To avoid over-extracting tannins, pump-over time and frequency was reduced. Once pressed, and fractionated, most of the press wine was held out from being added back to free runs. Now that natural malolactics are underway, the lots are all being sent to new barrels to finish. There’s a number of lots that show amazing Monte Bello character.  The assemblage tasting will be held in late January when we taste through everything to put together our first blend of 2018 Monte Bello.

Petit verdot ripened nicely this year. Our two lots are phenomenal and likely to be selected into Monte Bello. Many of the classic cabernet and merlot lots are also excellent and will be chosen, too. With yields there being lower at Monte Bello, the production size is most likely going to be on the smaller size.

Nevertheless, it will be a powerful vintage.

Hier mein Resümee des Jahrgangs/Ernte 2018 betreffend südliche Hemisphäre – Chile:

2018 war im vergleich zu den eher schwierigen Jahrgänge 2016 und 2017 ein gutes, „normales“ Jahr.

Im Frühjahr 2017 (September – November) gab es kein bedeutenden Frost, und darüber hinaus hatten wir geeignete Bedingungen von Temperatur und Leuchtkraft, und ohne starke Regenfälle. Dies bewirkte einen guten Austrieb praktisch aller Knospen und später verlief die Blüte auch sehr gut.

Ab Dezember 2017 bis Mitte Februar 2018 waren die maximalen Temperaturen moderat im «Valle Central», dies bewirkte einen verlängerte Fruchtbildung, Färbung und Reifung der Trauben. Dann ab Mitte Februar folgten einige Tage mit hohen Temperaturen (bis 35°C), die die Ansammlung von Zucker in den früher reifenden Sorten zur Folge hatte.

Der März, ein wichtiger Monat für die Entwicklung von normal- und spät reifende Sorten, war mäßig bis frisch - sehr positiv, da die Trauben den Zucker langsam akkumulierten und dies ohne große Verluste von Säure - dem Schlüssel für Weine mit guter Balance.

Der Herbst war ruhig, ohne Regen. Die meisten späteren Sorten (wie der Cabernet Sauvignon) konnten zu optimalen Konditionen geerntet werden. Denn auch die Mengen waren (nach einer kleinen Ernte 2017) durchschnittlich – gut.

Und nun, mit dem Resultat der Ernte, für mehr als 6 Monaten in den Fässern, kann wohl gesagt werden, dass es sich um einen der besten Jahrgänge in der Jüngeren Gegenwart haltet. Die Weissweine sind mittlerweile abgefüllt und bestechen durch Ihre frische, gut betonte Säure und perfekt ausgereiften Aromen. Die Rotweine sind noch in den Eichen- oder Stahlfässern, zeigen aber jetzt schon wie ausgwogen sie sein werden, und welches Lagerpotential sie haben.

Für Viña Nahuel war 2018 absolut ein Top-Jahrgang. 

2018 was a vintage in Central Otago that had some real similarities to Europe’s 2018. After an early spring we had unusually hot conditions continue almost without a break throughout the season. As veraison approached we were a month ahead and very concerned that continuing high temperatures would lead to excessively ripe flavours.

But at the last moment a cyclone arrived which brought cold weather and rain. The cyclone seemed to fundamentally break the weather pattern and from then through to harvest we had the coolest and one of the wettest late summers of the last 15 years. Harvest was still 3 weeks early, but the fruit was in excellent condition and with wines now finishing malo we can confirm we have made wines we are very happy with.

So, we dodged a bullet. In other regions of New Zealand the rain was so heavy that considerable damage was done to crops in places. However, the usual observation prevails: the good producers had the planning, the manpower and the will to deal with the challenges and have made good wines as a result. These challenges hit hardest on those who don’t have the skills and resources to respond fast and decisively.